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Atypische Grenzgänger

Christian Wille / Interregionale Arbeitsmarktbeobachtungsstelle



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Die Großregion kennzeichnet sich durch einzigartige Arbeitsmarktverflechtungen zwischen ihren Teilgebieten. Auch im Jahr 2009 zählt der europäische Regionenverbund an Saar, Mosel und Maas – trotz des gebremsten Wachstums im Zuge der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise – mit 203 191 Grenzgängern wieder mehr grenzüberschreitende Arbeitnehmer als die Jahre zuvor. Die Hälfte (54,7%) von ihnen kommt aus Lothringen und fast drei Viertel (72,6%) arbeiten in Luxemburg (IBAa 2010: 96).

Die Motive für das grenzüberschreitende Arbeiten sind vielfältig, wobei besonders bessere Verdienstmöglichkeiten und das Arbeitsplatzangebot von Bedeutung sind.

Das tägliche Pendeln über nationale Grenzen wurde durch den Europäischen Einigungsprozess spürbar erleichtert, in dessen Zuge im Jahr 1971 eine einheitliche Definition des ‚Grenzgängers’ geschaffen wurde.

Karte: Atypische Grenzpendler

Atypische Grenzpendler

Christian Wille / IBA, Luxemburg

Nach EU-Gemeinschaftsrecht sind Grenzgänger solche Arbeitnehmer und Selbständige, die in einem Mitgliedsstaat arbeiten und in einem anderen wohnen, in den sie in der Regel täglich – mindestens jedoch einmal wöchentlich – zurückkehren (EWG Nr. 1408/71). Diese Definition gilt für den sozialen Schutz der betreffenden Arbeitnehmer. Laut der steuerrechtlichen Definition ist ein räumlicher Aspekt zu berücksichtigen, nach dem ein Grenzgänger in einem bestimmten Gebiet dies- und jenseitig der Grenze wohnen und arbeiten muss.

Diese definitorische Grundlegung ermöglicht keine Differenzierung zwischen Grenzgängern, die aus ihrer ‚angestammten Region’ ins benachbarte Ausland pendeln und solchen, die aus dem benachbarten Ausland in die ‚angestammte Region’ an ihren Arbeitsplatz kommen.

Neubaugebiet für atypische Pendler aus Luxemburg im saarländischen Grenzdorf Perl mit Blick auf das benachbarte luxemburgische Moselufer
Foto: © GR-Atlas

Diese Unterscheidung gewinnt jedoch angesichts des spürbaren Anstiegs letztgenannter Arbeitnehmergruppe und der damit verbundenen Implikationen an Bedeutung. Daher wird ungeachtet des – insbesondere aus kulturwissenschaftlicher Sicht nicht unproblematischen – Begriffs der ‚angestammten Region’ eine Differenzierung zwischen typischen und atypischen Grenzgängern eingeführt.

Auf beide Gruppen trifft die genannte Definition nach EU-Gemeinschaftsrecht zu, jedoch wird eine Erweiterung hinsichtlich der räumlichen Ausrichtung der Pendlerströme vorgenommen. So werden Arbeitnehmer und Selbstständige als atypische Grenzgänger bezeichnet, die ihren Wohnsitz aus einem Teilgebiet der Großregion in ein anderes verlagert haben, aber weiterhin nahezu täglich in ihre ‚angestammte Region’ an ihren Arbeitsplatz pendeln.

Somit bildet die vorausgegangene Wohnortmobilität ein konstitutives Merkmal des atypischen Grenzgängerwesens. Für das typische Grenzgängerwesen spielt die Wohnortmobilität keine Rolle und darunter werden solche Arbeitnehmer und Selbstständige gefasst, die aus ihrer ‚angestammten Region’ nahezu täglich ins benachbarte Ausland pendeln.

Auf Grundlage der aktuell verfügbaren Daten kann keine Aussage über das Aufkommen der atypischen Grenzgänger in der Großregion getroffen werden. Die hier präsentierte Zusammenstellung von statistischen Daten stützt sich auf die Angaben der zuständigen Ämter.

Gleichwohl ist anzumerken, dass ein systematisches Monitoring der atypischen Pendlerbewegungen in der Großregion noch aussteht und entsprechende Informationen nur vereinzelt in Sonderauswertungen zu finden sind.

Gleichwohl kann eine – wenn auch lückenhafte – Übersicht über die atypischen Grenzgängerströme in der Großregion gegeben werden. Die Gesamtbetrachtung zeigt, dass Frankreich bzw. Lothringen als Wohnregion und das Großherzogtum Luxemburg als Arbeitsregion eine besondere Rolle für die atypische Mobilitätsdynamik spielen. Dementsprechend wird im Folgenden zwischen atypischen Auspendlerströmen aus Frankreich und atypischen Einpendlerströmen in Luxemburg unterschieden.

Atypische Auspendlerströme aus Frankreich
Die für die Großregion relevanten Auspendlerströme aus Frankreich entspringen im Wesentlichen der Region Lothringen, aus der atypische Grenzgänger nach Belgien bzw. Wallonien, ins Saarland und nach Rheinland-Pfalz sowie nach Luxemburg zum Arbeiten pendeln.

Französisch-belgische Grenze: Über die Zahl der Belgier, die aus Lothringen nach Wallonien kommen, liegen kaum Informationen vor. Bekannt ist jedoch, dass im Jahr 2007 15,7% der Personen, die in Frankreich gemeldet waren und in Belgien arbeiteten, belgische Staatsbürger waren.

Das entspricht ca. 5 200 atypischen Grenzgängern (INSEE 2011: 3). Aus Expertengesprächen ist außerdem bekannt, dass insbesondere in Nordlothringen viele Belgier ansässig sind oder hier fiktive Wohnsitze unterhalten. So berichtet ein typischer Grenzgänger aus Lothringen, der in Belgien arbeitet:

"Un collègue belge à moi, on travaille ensemble depuis 16 ans, il a une boîte aux lettres ici en France et tous les 15 jours ou trois semaines, il passe… Ça, c’est quelque chose qui n’est pas autorisé. Il habite en Belgique, il a ses enfants en Belgique, il vit en Belgique – mais sa voiture a une plaque française comme quoi il habite en France. Mais il ne fait rien en France. Le jour où ils [les autorités] tomberont dessus, peut-être il retournera 15 ans en arrière dans sa position – j’en sais rien. Mais il y en a plein comme ça, des milliers…“ (Wille 2008).

Die Motive für eine reale oder fiktive Verlagerung des Wohnsitzes ins nahegelegene Frankreich erschließen sich aus den Regelungen zur Besteuerung von Grenzgängern. Denn die in Frankreich wohnhaften Grenzgänger nach Belgien führen ihre Lohnsteuer nicht – wie allgemein üblich – am Arbeitsort ab, sondern in Frankreich, wo die Abzüge niedriger liegen.

Grenzgänger aus Frankreich ins Saarland nach Nationalitäten 1994-2009 (jeweils 30. Juni)
Quelle: BA, Saarland und Rheinland-Pfalz
Anmerkung: Der plötzliche Rückgang des Grenzgängeraufkommens (typische Grenzgänger) zwischen den Jahren 2001 und 2002 geht auf ein geändertes statistisches Erfassungsverfahren zurück, nach dem seit 2001 die Leiharbeitskräfte aus Frankreich in Deutschland nicht mehr zentral im Saarland, sondern an ihrem jeweiligen Arbeitsort gemeldet werden. Nach 2002 setzt jedoch ein tatsächlicher Rückgang des Grenzgängeraufkommens ein.

 

Grenzgänger aus Frankreich nach Rheinland-Pfalz nach Nationalitäten 2000-2009 (jeweils 30. Juni)
Quelle: BA Saarland und Rheinland-Pfalz

Französisch-deutsche Grenze: Ähnliche Motive veranlassen – wie unten zu sehen sein wird – auch die in Frankreich wohnhaften Deutschen zum Wohnortwechsel. Die Zahl der Deutschen, die in Frankreich leben und im Saarland arbeiten, hat sich in den letzten 15 Jahren (1994-2009) um 66% erhöht. Ihre Zahl stieg insbesondere in den 1990er Jahren stark an. Nach der Jahrtausendwende flachte das Wachstum ab und entwickelte sich ab 2005 erstmalig seit 1994 wieder rückläufig.

Dabei ist die Rolle der atypischen Grenzgänger in den 2000er Jahren hervorzuheben, in denen sich die Zahl der Pendler aus Frankreich ohne deutsche Staatsbürgerschaft kontinuierlich reduzierte.

Gleichzeitig blieb das Aufkommen der atypischen Grenzgänger relativ stabil, so dass die insgesamt rückläufige Tendenz des Auspendlerstroms in Richtung Saarland abgefedert werden konnte. Denn während die atypischen Grenzgänger zwischen 2002 und 2009 einen Zuwachs von 3,5% aufweisen, verzeichnen die typischen Grenzgänger einen Rückgang um -18,3%.

Die Zahl der Deutschen, die in Frankreich leben und in Rheinland-Pfalz arbeiten, hat sich im letzten Jahrzehnt (2000-2009) um 40% erhöht. Zwar bewegen sie sich mit nur 1 034 Personen (2009) auf einem quantitativ niedrigen Niveau, jedoch stellen sie ein Fünftel der Pendler aus Frankreich nach Rheinland-Pfalz. Ihr Anteil hat sich seit der Jahrtausendwende deutlich erhöht, was dem Rückgang der typischen Grenzgänger dieser Stromrichtung geschuldet ist.

Französisch-luxemburgische Grenze: Die Grenzgänger luxemburgischer Nationalität mit Wohnsitz in Frankreich leben fast ausschließlich in Lothringen. Ihre Zahl hat sich im letzten Jahrzehnt (2002-2010) um 70% erhöht und beläuft sich aktuell auf 802 Personen (2010).

Zwei Drittel von ihnen wohnen im Departement Moselle und hier insbesondere im Arrondissement Thionville, wo sie sich hauptsächlich auf Cattenom und Fontoy verteilen. Ein weiteres Drittel ist im Departement Meurthe-et-Moselle bzw. besonders im Arrondisssment de Briey gemeldet.

Grenzgänger luxemburgischer Nationalität nach Luxemburg nach wichtigsten Wohnorten (Departement) in Lothringen 2002-2010 (jeweils 31. März)
Quelle: IGSS, Luxemburg

 

Grenzgänger luxemburgischer Nationalität nach Luxemburg nach Wohnländern 1999-2010 (jeweils 31. März)
Quelle: IGSS, Luxemburg

Rückblickend ist eine leichte Verschiebung der Wohnorte der atypischen Grenzgänger festzustellen. Denn während im Jahr 2002 noch 66% der Luxemburger auf das Departement Moselle entfielen, beläuft sich dieser Anteil heute nur noch auf 64% (2010).

Atypische Einpendlerströme in Luxemburg
Die Zahl der Grenzgänger insgesamt mit luxemburgischer Nationalität, die ins Großherzogtum an ihren Arbeitsplatz kommen, ist mit 3 269 Personen (2010) noch relativ niedrig. Jedoch hat sie sich seit 1999 fast verdreifacht. Die meisten von ihnen pendeln im Jahr 2010 aus Deutschland (49,6%) ein, gefolgt von Frankreich (25,6%) und Belgien (24,9%).

Hinsichtlich der Wohnregionen hat im letzten Jahrzehnt eine deutliche Verschiebung stattgefunden. Denn während bis Anfang der 2000er Jahre noch über zwei Drittel der atypischen Grenzgänger in den belgischen und französischen Regionen wohnten, gewinnen die deutschen Bundesländer kontinuierlich an Bedeutung, auf die seit 2006 der größte Anteil der Luxemburger in Richtung Großherzogtum entfällt.

Luxemburgisch-deutsche Grenze: Wie angedeutet, ist das Aufkommen atypischer Grenzgänger aus Deutschland nach Luxemburg im letzten Jahrzehnt spürbar angewachsen. Dabei sind das benachbarte Rheinland-Pfalz und das Saarland von Bedeutung, in denen fast die Gesamtheit der 1 620 Luxemburger (2010) mit einem Arbeitsplatz im Großherzogtum wohnt.

Die atypischen Grenzgänger sind besonders in Rheinland-Pfalz (64%) und hier in den Kreisen Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm ansässig. Jedoch ist auch ein knappes Drittel der Luxemburger im Saarland auszumachen, wo sie überwiegend im grenznahen Kreis Merzig-Wadern wohnen.

Seit Mitte der 2000er Jahre ist eine leichte Ausdehnung des Siedlungsgebiets zugunsten des Saarlandes festzustellen, denn seit 2005 steigt der Anteil der dort ansässigen Luxemburger kontinuierlich an.

Grenzgänger luxemburgischer Nationalität nach Luxemburg nach wichtigsten Wohnorten (Kreise) in Rheinland-Pfalz und im Saarland 2002-2010 (jeweils 31. März)
Quelle: IGSS, Luxemburg
Grenzgänger luxemburgischer Nationalität nach Luxemburg nach wichtigsten Wohnorten (Arrondissements) in Wallonien 2002-2010 (jeweils 31. März)
Quelle: IGSS, Luxemburg

Luxemburgisch-belgische Grenze: Die in Belgien ansässigen Luxemburger, die ins Großherzogtum einpendeln, leben zu 90% in der wallonischen Province de Luxembourg. Ihr Aufkommen hat sich hier seit 2002 um die Hälfte erhöht und beläuft sich heute auf 727 Personen (2010). Sie wohnen insbesondere im Arrondissement d‘Arlon (73%), weit gefolgt vom Arrondissement de Virton (16%). Für das letzte Jahrzehnt (2002-2010) ist eine leichte Verschiebung des Siedlungsgebiets der atypischen Grenzgänger festzustellen zugunsten des Arrondissement de Virton.

Die Übersicht zu den einzelnen Stromrichtungen des atypischen Grenzgängerwesens in der Großregion zeigt, dass sich das Phänomen in den letzten Jahrzehnten spürbar entwickelt hat und zunehmend das Hinterland der jeweiligen Grenzgebiete erfasst. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter fortsetzt und Lösungsansätze für die bereits jetzt augenfälligen Probleme – wie etwa auf sozialem und infrastrukturellem Gebiet – entwickelt werden müssen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zahl der Personen, die grenzüberschreitend in eine Nachbarregion ziehen, weitaus höher liegt als anhand der aufgeführten Statistiken wiedergegeben wird. Denn wie zu sehen sein wird, verlagern auch Personen ihren Wohnort, die nicht die Nationalität der sog. ‚angestammten Region’ besitzen.

Ferner wohnt der Großteil der atypischen Grenzgänger in Haushalten mit Lebenspartnern, Kindern oder anderen Familienangehörigen, die nicht notwendigerweise einer Beschäftigung (in der ‚angestammten Region’) nachgehen. So ist z.B. zur Kenntnis zu nehmen, dass zwar lediglich ca. 3 000 atypische Grenzgänger mit luxemburgischer Staatsangehörigkeit erfasst sind, jedoch über 10 000 Luxemburger (2008) außerhalb des Großherzogtums in der Großregion leben.

Dies trifft in ähnlicher Weise auf Lothringen zu, wo im Jahr 2005 ca. 14 000 Einwohner mit deutscher Staatsbürgerschaft gezählt wurden, aber lediglich ca. 8 000 atypische Grenzgänger ins Saarland und nach Rheinland-Pfalz an ihren Arbeitsplatz kamen.

In diesem Beitrag steht zwar das atypische Grenzgängerwesen im Zentrum, jedoch erscheint eine getrennte Betrachtung von Letztgenanntem und denjenigen, die ihren Wohnsitz ins nahegelegene Ausland verlagert haben und nicht in der ‚angestammten Region’ arbeiten, wenig sinnvoll. Denn der Einbezug von Befunden über beide Personengruppen, die ähnliche Beschreibungsmerkmale aufweisen, erlaubt einen größeren Erkenntnisgewinn als die Engführung auf den Status des Grenzgängers.

Einwohner luxemburgischer Nationalität in den Teilgebieten der Großregion 1996 und 2008
Quellen: Ausländerzentralregister des Statistischen Landesamts Rheinland-Pfalz; Institut wallon de l'evaluation, de la prospective et de la statistique (IWEPS); Statistisches Landesamt Saarbrücken; INSEE Lorraine. (Gengler 2010: 263).

Das 2007 auf der Grundlage eines deutsch-luxemburgischen Abkommens gegründete Deutsch-Luxemburgische Schengen-Lyzeum Perl external link ist eine grenzüberschreitende Schule, die etwa zu gleichen Teilen von Kindern aus dem Großherzogtum und der Gemeinde Perl besucht wird.
Die ähnlich einer Integrierten Gesamtschule strukturierte Schule ermöglicht sowohl deutsche wie auch luxemburgische Schulabschlüsse und bildet so eine begehrte Alternative speziell auch für die im Saarland wohnenden Luxemburger.
Foto: © GR-Atlas

Über diese Perspektive sollen verschiedene Fragen im Kontext grenzüberschreitender Wohnort- und Arbeitnehmermobilität beleuchtet werden. Dazu zählen die Untersuchung von Motiven, die Einwohner der Großregion zur grenzüberschreitenden Mobilität veranlassen, und Fragen der räumlichen Organisation von Alltagspraktiken vor- und nach dem Umzug. Ferner werden Fragen des sozialen Zusammenlebens am Wohnort beleuchtet und die subjektive Bewertung des Umzugs dargelegt.

In einem ersten Schritt werden zunächst die Entwicklung des atypischen Grenzgängerwesens und das sozio-demographische Profil dieser mobilen Personengruppe auf Basis vorliegender Studien rekonstruiert.

Die Ausleuchtung dieser Aspekte erfolgt exemplarisch und vergleichend anhand der Pendelbewegungen an der saarländisch-lothringischen und luxemburgischen Grenze, da hier das größte Aufkommen atypischer Grenzgänger auszumachen ist.

Mit Blick auf das genannte Erkenntnisinteresse wurde eine breit angelegte Literaturanalyse durchgeführt, um die bislang vorliegenden Arbeiten zum atypischen Grenzgängerwesen in der Großregion möglichst vollständig einbeziehen zu können. Dazu zählt unter anderem der im Jahr 2010 erschienene Band "Die grenzüberschreitende Wohnmobilität zwischen Luxemburg und seinen Nachbarregionen“ (Carpentier 2010a), der besonders hervorzuheben ist.

Auf Basis einer quantitativen Untersuchung wurde hier erstmalig eine breit angelegte Analyse des Phänomens im Großherzogtum vorgenommen. Ebenso ist auf die Ende der 1990er Jahre entstandenen Arbeiten hinsichtlich der Wohnortmobilität an der deutsch-französischen Grenze hinzuweisen, die den Kenntnisstand erheblich verbessert haben (Ballschmiede 1998; Ramm 1999; Ramm 2001).

 
 

Quellen


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Ballschmiede, Huguette 1998: Wohnmobilität deutscher Staatsangehöriger im Raum Moselle-Est. Studie im Auftrag des Etablissement Public de la Métropole Lorraine (EPML).

Brosius, Jacques/Carpentier, Samuel 2010: Grenzüberschreitende Wohnmobilität von in Luxemburg ansässigen Erwerbstätigen: Quantifizierung und Charakterisierung des Phänomens. In: Carpentier, Samuel (Hg.): Die grenzüberschreitende Wohnmobilität zwischen Luxemburg und seinen Nachbarregionen. (Schriftenreihe "Forum Europa", Bd. 6), Luxemburg, Saint-Paul, S. 15-36.

Calzada, Christian/Le Blanc, Francis 2006: Attractivité résidentielle : les résidences secondaires allemandes en Lorraine. INSEE Economie Lorraine, Nr. 49.

Carpentier, Samuel (Hg.) 2010a: Die grenzüberschreitende Wohnmobilität zwischen Luxemburg und seinen Nachbarregionen. (Schriftenreihe "Forum Europa", Bd. 6), Luxemburg, Saint-Paul.

Carpentier, Samuel 2010b: Gründe für den Umzug auf die andere Seite der Grenze. In: Carpentier, Samuel (Hg.): Die grenzüberschreitende Wohnmobilität zwischen Luxemburg und seinen Nachbarregionen. (Schriftenreihe "Forum Europa", Bd. 6), Luxemburg, Saint-Paul, S. 37-62.

Carpentier, Samuel/Gerber, Philippe 2010: Welche Konsequenzen hat die grenzüberschreitende Wohnmobilität auf die täglichen Fahrten und die Aktivitätsräume. In: Carpentier, Samuel (Hg.): Die grenzüberschreitende Wohnmobilität zwischen Luxemburg und seinen Nachbarregionen. (Schriftenreihe "Forum Europa", Bd. 6), Luxemburg, Saint-Paul, S. 87-113.

Epstein, David/Carpentier, Samuel 2010: Wegzug mit oder ohne Rückfahrkarte nach Luxemburg. In: Carpentier, Samuel (Hg.): Die grenzüberschreitende Wohnmobilität zwischen Luxemburg und seinen Nachbarregionen. (Schriftenreihe "Forum Europa", Bd. 6), Luxemburg, Saint-Paul, S. 115-139.

EURES Lothringen-Saarland 1995): Grenzgängerinnen im Raum Lothringen-Saarland. Eine statistisch-analytische Bestandsaufnahme zur Arbeits- und Lebenssituation weiblicher Grenzgänger. Vorstudie im Auftrag des EURES Transfrontalier Lothringen-Saarland. Saarbrücken / Metz.

Gengler, Claude 2010: Expatriation "à la luxembourgeoise". In: Pauly, Michel (Hg.): ASTI 30+. 30 ans de migrations, 30 ans de recherches, 30 ans d’engagements. Luxembourg, Editions Guy Binsfeld, S. 262-275.

Gerber, Philippe/Licheron, Julien 2010: Wohnraum: Größer und preiswerter. In: Carpentier, Samuel (Hg.): Die grenzüberschreitende Wohnmobilität zwischen Luxemburg und seinen Nachbarregionen. (Schriftenreihe "Forum Europa", Bd. 6), Luxemburg, Saint-Paul, S. 63-86.

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Lord, Sébastien/Gerber, Philippe 2010: Métropolisation et mobilité résidentielle au Luxembourg: La frontière, catalyseur de périurbanisation et de polarisation sociale? CEPS, Working Papers, Nr. 28.

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Pigeron-Piroth, Isabelle 2008: La mobilité résidentielle des personnes travaillant au Luxembourg (1995-2005). Bulletin du Statec, Nr. 2, S. 51-105.

Ramm, Michel 1999: Saarländer im grenznahen Lothringen. "Invasion" oder Integration? Geographische Rundschau 51, Heft 2, S. 110-115.

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Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die soziale Sicherheit für Wanderarbeitnehmer.

Wille, Christian 2008: Ergebnisse einer mündlichen halbstandardisierten Befragung von Grenzgängern und Experten in der Großregion. Unveröffentlichtes Arbeitspapier, Universität Luxemburg / Universität des Saarlandes.

Abkürzungen
ABEO – Arbeitsmarktbeobachtungsstelle Ostbelgien
IGSS – Inspection Générale de la Sécurité Sociale
BA – Bundesagentur für Arbeit
k.A. – keine Angaben

Externe links 


Bundesagentur für Arbeit (BA; Deutschland) external link

CRD EURES Lorraine external link

diegrenzgänger.lu external link

EURES - das europäische Portal zur beruflichen Mobilität external link

EURES Transfrontalier Pôle Européen de Développement (EURES-T PED) external link

EURES Transfrontalier Saarland-Lothringen-Luxemburg-Rheinland-Pfalz (EURES-T SLLR) external link

Inspection Générale de la Sécurité Sociale (IGSS; Luxemburg) external link

Institut national d'Assurance Maladie-Invalidité (INAMI; Belgien) external link

Institut national de la statistique et des études économiques (INSEE; Frankreich) external link

Interregionale Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA/OIE; Großregion) external link

Service central de la statistique et des études économiques du Luxembourg (STATEC) external link