Bevölkerung (Überblick)

 

Bericht für den Wirtschafts- und Sozialauschuss der Großregion /
Interregionale Arbeitsmarktbeobachtungsstelle

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Einführung


Der Beitrag ist ein Auszug aus dem Bericht zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Großregion 2013/2014 für den Wirtschafts-und Sozialauschuss der Großregion (WSAGR) (IBA/OIE, 2014, S.3-10).

Die Karten zeigen die Bevölkerungsdichte in der Großregion zum 1. Januar 2013, die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zum 1. Januar 2012 sowie die Bevölkerungsentwicklung von 2000 bis 2013.

Überblick


Drei große Ballungszentren
Die Bevölkerungsdichte der Großregion lag 2013 bei beinahe 175 Einwohnern je km2. Allerdings zeigt sich regional eine sehr unterschiedliche Verteilung: von mehr als 2 000 Einwohnern je km2 in Mainz und Ludwigshafen bis hin zu den dünn besiedelten Gebieten Verdun und Commercy mit weniger als 30 Einwohnern je km2.

Der größte Verdichtungsraum bildet sich im Osten von Rheinland-Pfalz entlang der Rheinschiene. Hier liegen wichtige wirtschaftliche Schwerpunkte und es wirken Einflüsse der großen Ballungszentren benachbarter Bundesländer.

Dicht besiedelte Gebiete befinden sich außerdem im nördlichen Teil der Wallonie – insbesondere in den Wirtschaftszentren Charleroi und Lüttich. Daneben konzentriert sich die Bevölkerung der Großregion vor allem auf ein länderübergreifendes Kerngebiet, das alle Teilräume sowie wichtige wirtschaftliche Schwerpunkte umfasst:

Karte: Bevölkerung

Karte: ######################

IBA / GIS-GR

Entwicklung der Gesamtbevölkerung 1970-2013, jeweils zum 1. Januar, 1970 = 100 (Veränderung in %)
Berechnungen: IBA

Es reicht von Nancy über Metz und Thionville in Lothringen bis zu den Kantonen Arlon, Esch-sur-Alzette sowie Luxemburg und von Trier bis ins Saarland, um hier wieder an Forbach in Lothringen anzuschließen.

Umgeben wird dieser verdichtete Raum von einem ausgedehnten Gürtel eher ländlich strukturierter, schwach besiedelter Gebiete mit vielfältigen Naturräumen und Kulturlandschaften.


Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter konzentriert sich auf städtische Räume

Für Arbeit und Beschäftigung ist die Gruppe der 20- bis unter 65-Jährigen von besonderer Bedeutung. Diese Personen befinden sich in einem Alter, in dem sie typischerweise dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Eine natürliche Begrenzung findet dieses so genannte Erwerbspersonenpotenzial in der Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, die in Umfang und Struktur durch demographische Veränderungen, Wanderungsbewegungen, geschlechtsspezifische Erwerbsmuster und das Bildungsverhalten beeinflusst werden.

In vielen ländlich strukturierten Gebieten fällt der Anteil des Erwerbspersonenpotenzials unterdurchschnittlich aus, besonders deutlich etwa in der Vulkaneifel, in dem Departement Vosges oder in Mouscron.

Mehr Menschen im erwerbsfähigen Alter leben dagegen aufgrund des höheren Arbeitsplatzangebots in den städtischen Räumen und ihrem Umland.

Spitzenwerte erreichen hier die Städte Trier, Mainz, Kaiserslautern und Landau in der Pfalz, gefolgt vom Großherzogtum Luxemburg. Regionaler Spitzenreiter der Wallonie ist Arlon, in Lothringen Sarreguemines.


Steigende Einwohnerzahlen rund um wirtschaftsstarke Gebiete und entlang der Hauptverkehrsachsen

Seit der Jahrtausendwende sind Bevölkerungszunahmen insbesondere im Einzugsbereich der wirtschaftstarken Gebiete, in der Nähe der regionalen Oberzentren, rund um die Universitätsstandorte sowie entlang der zentralen Verkehrsachsen zu beobachten.

Entwicklung der Bevölkerung. Gesamtbevölkerung 2000-2013 (jeweils zum 1. Januar) Veränderung in %
Berechnungen: IBA

Entwicklung der Bevölkerung. Gesamtbevölkerung 2010-2013 (jeweils zum 1. Januar) Veränderung in %
Berechnungen: IBA

Im Kerngebiet der Großregion sorgt vor allem die wirtschaftliche Anziehungskraft Luxemburgs für steigende Einwohnerzahlen – im Land selbst wie auch in vielen angrenzenden Gebieten.

Zuwächse weit über dem jeweiligen regionalen Durchschnitt erreichen hier etwa Arlon und Waremme, Thionville und Longwy sowie die Stadt Mainz und der Großraum Trier.

Der saarländische Landkreis Merzig-Wadern weist zwar eine negative Gesamtbilanz aus, entwickelte sich aber dennoch deutlich günstiger als das Saarland insgesamt.

Starke Bevölkerungsrückgänge verzeichnen Teile der Westpfalz und der Kreis Neunkirchen. Auch das übrige Saarland sowie Gebiete in der Eifel und in Teilen Lothringens (Bar-Le-Duc, Neufchâteau, Forbach und Remiremont) weisen Verluste auf, allerdings nicht ganz so stark ausgeprägt.

In der Wallonie sind die Einwohnerzahlen in allen Arrondissements durchgängig gestiegen. Die Zuwächse in Charleroi – der größten Stadt der Großregion –, Mons, Thuin und Tournai verblieben jedoch weit unter dem Durchschnitt der wallonischen Region.

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