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Lothringen

Das Gesundheitswesen in Lothringen

Ines Krumm

      Quellen Links

Ärzte und Zahnärzte
In Lothringen gibt es 305 Ärzte auf 100 000 Einwohner, die 7 134 Ärzten - davon 3 609 Allgemeinmedizinern - entsprechen (2008). Dieser relativ niedrige Wert wird in der Großregion nur noch von Luxemburg unterschritten. Bemerkenswert ist der im Vergleich zu den anderen Regionen hohe Anteil an Allgemeinmedizinern von 50%.

Bei den Zahnärzten liegt Lothringen mit 64 Zahnärzten je 100 000 Einwohner bei einer absoluten Zahl von 1 488 Zahnärzten (2008) im Mittelfeld der Großregion.

Die ärztliche Versorgungsdichte unterscheidet sich darüber hinaus stark in den vier lothringischen Départements. In und um die Großstädte Nancy und Metz ist die Versorgung sehr gut, die Gesamtwerte für die Départements Meurthe-et-Moselle und Moselle erreichen den französischen Durchschnitt.

In den ländlicheren Departements Meuse und Vosges dagegen ist die Versorgungslage schlechter und könnte sich in Zukunft sogar noch verschärfen.


Karte: Öffentliches Gesundheitswesen

Karte: Öffentliches Gesundheitswesen

Ines Krumm, Saarbrücken

Ärzte je 100 000 Einwohner in den lothringer Départements
Quelle: DRASS/DDASS 2009

Das Observatoire National de la Démographie des Professions de Santé geht davon aus, dass bereits heute 10 % der Lothringer in Gegenden mit einer geringen Dichte von Allgemeinmedizinern leben.

Es werden Gründe für die Unattraktivität einiger Gebiete für die Niederlassung genannt, die denen in Deutschland ähneln. Es handelt sich dabei um hohe Arbeitsbelastung und mangelnde Kultur- und Bildungsangebote für die Familie.

Bei den Fachärzten zeigt Lothringen mehrere ungünstige Faktoren. In der Mehrzahl der Fachgebiete kann der französische Durchschnitt von Fachärzten pro 100 000 Einwohner nicht erreicht werden. Die lothringischen Werte übersteigen den nationalen Wert in keinem Bereich nennenswert.

Zudem sind in folgenden Fachbereichen mehr als 40 % der Fachärzte über 55 Jahre alt: Radiologie, Nuklearmedizin, Pädiatrie, Innere Medizin und Gynäkologie. Der Anteil von Frauen unter den Fachärzten ist in Lothringen noch sehr gering.

Berechnungen zeigen, dass die Zahl der Absolventen des Medizinstudiums in Nancy nicht ausreicht, um die in den Ruhestand eintretenden niedergelassenen Ärzte zu ersetzen. Außerdem verlässt ein Teil der Mediziner Lothringen nach dem Studium und ist in anderen Regionen Frankreichs tätig.

Lothringen muss seine Attraktivität als Arbeitsplatz für Ärzte dringend verbessern, um seinen Bedarf zu decken. Die Problematik wird durch die starke Anziehungskraft des benachbarten Großherzogtums Luxemburg auf Fachkräfte noch verstärkt.

Technische Großgeräte
Auch mit teuren medizinischen Spezialgeräten ist Lothringen nur mäßig ausgestattet. In Lothringen ist die Dichte der CT- und MRT-Geräte am niedrigsten in der Großregion, es kommen 86 573 Einwohner auf ein CT, 155 767 auf ein MRT und 1 168 250 auf ein PET.

Stationäre Einrichtungen
In Lothringen wird mit 179 Einwohnern je Bett die geringste Bettendichte in der Großregion erreicht. Sie ergibt sich aus 16 152 Betten in 125 Einrichtungen, davon 78 Allgemeinkrankenhäusern (2009). Die Anzahl der Betten je Einrichtung ist mit 129 die mit Abstand niedrigste in der Großregion.

Größenstruktur der Allgemeinkrankenhäuser in Lothringen
Quelle: DRASS/DDASS 2007

Pôle de cardiologie, Centre Hospitalier Universitaire, Nancy-Brabois
Quelle: IOSIS

Auch in Frankreich gibt es Planungsregionen für das Gesundheitswesen. Lothringen ist in eine nördliche und eine südliche Zone sowie 20 Territoires de Proximité unterteilt. Diese Unterteilung dient der Gewährleistung eines gleichwertigen Zugangs zu stationären Einrichtungen für alle Bewohner. Die Grundversorgung sollte sich in den Territoires de Proximité abspielen, um den Patienten weite Wege zu ersparen.

Es ist ein deutlicher Stadt-Land-Unterschied in der stationären Versorgung erkennbar. In Gegenden mit geringer Bevölkerungsdichte und vielen kleinen Gemeinden wird die Grund- und Notfallversorgung durch sehr kleine Krankenhäuser, sogenannte Hôpitaux de Proximité, gewährleistet.

Es gibt 40 Krankenhäuser, die nur 50 Betten oder weniger haben, teils sogar unter 10. Sie sind oft an Einrichtungen zur Betreuung oder Pflege von Senioren angegliedert. Damit können sie mit geringeren Kosten betrieben werden, und für die weniger mobilen Patienten ist die wohnortnahe Grundversorgung gesichert.

Seltene Krankheiten, die komplizierte Eingriffe und Therapien erfordern, werden in den Centres Hospitaliers Régionaux oder Univérsitaires größerer Städte behandelt. So ist eine Konzentration großer Kliniken in Nancy (Universitätskliniken), Metz und Thionville feststellbar. Die Universitätsklinik Nancy ist mit 1 677 stationären Betten die größte der Großregion.

In der Universitätsklinik Nancy sind im Moment zahlreiche Umstrukturierungsmaßnahmen in Gange, die die zugehörigen Krankenhäuser zukunftsfähig machen sollen.

Das Centre Hospitalier Universitaire (CHU) nimmt neben regionalen Aufgaben auch überregionale Funktionen wahr. Das betrifft z.B. die Neurochirurgie oder die Behandlung von Brandverletzungen bei Kindern und Transplantationen. Das CHU Nancy betreibt Kooperationen mit zahlreichen lothringischen Einrichtungen, um in der gesamten Region ein qualitativ hochwertiges Angebot zu gewährleisten.

Chirurgische Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen befinden sich verhältnismäßig oft in privater Trägerschaft und sind gewinnorientiert. Doch der Großteil der Krankenhäuser ist in öffentlicher Hand oder nimmt an der öffentlichen Gesundheitsversorgung teil.

Auch in Lothringen schließen sich immer mehr Krankenhäuser zusammen, um effizienter zu arbeiten. Die häufigste Kooperationsform in der Region ist die des Syndicat Interhospitalier, so z.B. das Syndicat Inter Hospitalier Femme-Mère-Enfant in Metz. Hierbei kooperieren mehrere Einrichtungen, die auf einem Fachgebiet tätig sind, hier z.B. im Bereich Gynäkologie/Geburtshilfe/Pädiatrie.

Lothringen nimmt an einer Reihe von grenzüberschreitenden Kooperationen teil. Dazu gehören Projekte zur praktischen Zusammenarbeit von Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Die Region fördert daneben auch Initiativen zur Aufbereitung von Daten, zur Förderung von zukünftigen Kooperationen und zur Beratung bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, so z.B. das Projekt Gesundheit:Santé Saar:Moselle external link oder das Observatoire Franco-Belge de la Santé external link.

 

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Quellen



Externe links 


Centre Lorrain des Technologies de la Santé und Landesarbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland e.V.: Santé:Gesundheit Saar:Moselle external link

DRASS/DDASS Lorraine (Direction Régionale des affaires sanitaires et sociales/Direction Départementale des affaires sanitaires et sociales) Le Service Régional des Statistiques et Etudes (2009): Région Lorraine STATISS 2009 (Statistiques et Indicateurs de la Santé et du Social), Stand: 01.01.2008 (Zugriff: 16.09.2009) external link pdf

DRASS/DDASS Lorraine (Direction Régionale des affaires sanitaires et sociales/Direction Départementale des affaires sanitaires et sociales) Le Service Régional des Statistiques et Etudes (2007): Statistique Annuelle des Etablissements de santé 2007. Liste des établissements par n° FINESS external link pdf (Fiches de synthèse des établissements), Stand: 2007 (Zugriff: 04.01.2009)

Gesundheit:Santé Saar:Moselle external link

Observatoire Franco-Belge de la Santé external link

Observatoire National de la Démographie des Professions de Santé (ONDPS) 2009: Rapport de l'ONDPS 2006-2007 Région Lorraine. La médecine générale. Les internes en médecine. Les métiers de la périnatalité. Le bloc opératoire. Les métiers de la cancérologie, Januar 2009, Paris, (Zugriff: 04.08.2009) external link pdf

Observatoire Transfrontalier de la santé Wallonie-Lorraine-Luxembourg G.E.I.E. "LLS": Coopération sanitaire transfrontalière, LuxLorSan external link

WEC (Wissenschafts- und Entwicklungscentrum) des EURES-Transfrontalier Saar-Lor-Lux

Rheinland-Pfalz (2007): Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitssektor in
Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz
. Bericht 2007, Saarbrücken: MKW, Stand: 2007 (Zugriff: 07.01.2009)(auch frz.)

WEC (Wissenschafts- und Entwicklungscentrum) des EURES-Transfrontalier Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz (2006): EURES-T Studie: Gesundheitswesen und grenzüberschreitende Beschäftigung in der Großregion, Bestandsaufnahme des Gesundheitssektors in Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz, Mai 2006, Saarbrücken: MKW, Stand: Mai 2006 (Zugriff: 19.05.2009) external link pdf