Speyer

Dom zu Speyer

Eva Mendgen



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Dom zu Speyer, 2010
Foto: © Alfred Hutter 

Die am linken Rheinufer gelegene Kaiserstadt Speyer blickt auf eine mehr als 2000jährige Geschichte zurück.

Ihr bedeutendstes Baudenkmal ist der an  der historischen Innenstadt gelegene, zur Grablege der Salier bestimmte hochromanische Dom St. Maria und St. Stephan, heute die weltweit größte erhaltene romanische Kirche.

Deutlich sichtbar repräsentiert der unter Kaiser Konrad II. 1030 begonnene und unter Kaiser Heinrich IV. 1106 vollendete Monumentalbau die einstige Macht der Salier.

Die Krypta wurde 1041 geweiht, hier wurden vier deutsche Kaiser und Könige begraben, unter anderem befindet sich hier die Grabplatte Rudolph von Habsburgs mit einem Porträt des Herrschers.

Charakteristisch sind die ausgewogene Verteilung der Baumassen im Osten und im Westen mit zwei Kuppeln, sowie die symmetrische Anordnung der vier Türme.

Das Westwerk öffnet sich zur Stadt hin, es enthält im Obergeschoß den Kaisersaal. Ursprünglich stand der Dom nicht frei, wie heute, sondern er war Teil einer dichten städtischen Bebauung.

Unter Heinrich IV. wurden in einem zweiten Bauabschnitt verschiedene Veränderungen an der dreischiffigen, 134 langen Basilika mit mächtigem Westwerk, Querhaus, Vierung und Apsis vorgenommen.

Besonders bedeutend war die Einwölbung des zuerst flach gedeckten Doms mit Kreuzgratgewölben auf eine Höhe von 33 Metern; das Äußere des Baus erhielt schmückende Elemente, zum Beispiel Zwerggalerien.

Mittelschiff des Doms zu Speyer mit Kreuzgratgewölbe, 2009
Foto: cc B. Werner

Gelernt hatten die Baumeister am Rhein auch aus den Neuerungen anderer, das Vorbild der großen französischen Dome und Abteikirchen setzte damals hohe Standards für die Größe und den Grad der architektonischen Vollendung.

Die bauliche Ausführung, eingeschlossen schmückende Details, geht zum Teil auf Steinmetze aus der Lombardei zurück. 

Der Dom zu Speyer spielte seinerseits eine bedeutende Rolle für die Entwicklung der romanischen Architektur des 11. und 12. Jahrhunderts.

Seine Restaurierung ist seit vielen Generationen eine Herausforderung für die Denkmalpflege und ihre jeweils vorherrschenden Lehrmeinungen. Die jüngste Restaurierung hat 1996 begonnen und soll 2015 abgeschlossen sein.

Dom zu Speyer, 2010
Foto: © die argelola

 

 

Dom zu Speyer
Domplatz
D-67346 Speyer

Dom zu Speyer, 2010
Foto: © die argelola
 

 

Quellen


Filitz, Hermann (Hrsg.) 1990: Das Mittelalter I, Propyläen Kunstgeschichte, Berlin, S. 72 – 111

Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Bd. 1, Stadt Speyer, 1. Aufl. 1985, Schwann, Düsseldorf

 

Externe Links


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Welterbe-Liste der UNESCO: Speyer Cathedral external link