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Völklingen

Völklinger Hütte

Eva Mendgen



  Quellen Links


Alte Völklinger Hütte, Hochofenanlage 2002 von Süden.
Foto: N. Mendgen

Die Hochofenanlage der Völklinger Hütte wurde 1986 stillgelegt, kurz nachdem sie als Kulturdenkmal ausgewiesen worden war. Bereits 1994 erfolgte die Anerkennung als UNESCO-Welterbe.

Die Völklinger Hütte wurde vom Kölner Ingenieur Julius Buch 1873 als Puddelstahlwerk gegründet, knapp 20 Jahre später war sie Deutschlands größte Produktionsstätte für Eisenträger und eine der modernsten Industrieanlagen Europas.

1881 hatte sie Karl Röchling erworben, um umgehend mit dem Aufbau der Hochofenanlage zur Roheisenerzeugung zu beginnen. Diese wurde in den folgenden Jahren kontinuierlich ausgebaut.

Zum großen Teil handelt es sich um technische Pionierleistungen, anhand derer sich noch heute alle wichtigen Stationen einer historischen Roheisenproduktion des frühen 20. Jahrhunderts dokumentieren lassen.

Die ehemalige Eigentümerin dieser Hochofenanlage, die heutige Saarstahl AG, ist immer noch einer der wichtigsten Stahlproduzenten Europas und bezieht seit der Stillegung der Hochofenanlage das Roheisen zur Stahlherstellung aus einer neuen Hochofenanlage in Dillingen (ROGESA).

Zum Welterbe Völklinger Hütte gehören heute sechs Hochöfen inklusive Winderhitzern mit drei Trockengasreinigungen (Hochofenabgasreinigung zur Weiterverwendung des Gases), einem Wasserturm (Kühlwasservorhaltung), einer Sinteranlage (Eisenerzaufbereitung), Silo- und  Bunkeranlagen (Lagerung aller Zuschlagstoffe), die zwischen 1900 und 1938 errichtete Gasgebläsehalle (150x34 m) mit ursprünglich zehn Gasgebläsemaschinen (Luftversorgung des Verbrennungsprozeses), von denen heute noch sieben erhalten sind, sowie eine Kokerei (Koksherstellung). 

Dieses letzte der im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ursprünglich so zahlreich errichteten Hochofenwerke ist wegen seiner Authentizität ein einzigartiges Denkmal der internationalen Industriegeschichte.

Gasgebläsemaschine DTG 13, 1906 geliefert von der Maschinenfabrik Thyssen, Mülheim/Ruhr. Alle Maschinen dieses Typs sind noch org. erhalten.
Foto: Archiv der Saarstahl AG

Gasgebläsehaus 2002, Einblick vom neuen Besucherzugang, vor der Verdunklung und Verstellung der Halle mit Vorhängen und Ausstellungswänden
Foto: E. Mendgen

Betrieben wurden die sechs Hochöfen in Völklingen in der Regel mit dem aus der Fettkohle des benachbarten Warndt und des Saarkohlewaldes erzeugten Koks und den im lothringischen Longwy und Südluxemburg geförderten Minette-Erzen.

Inmitten der von der industriellen Nutzung umgeformten Landschaft des Saartales gelegen – Teil des vor allem in den beiden Weltkriegen heiß umkämpften deutsch-französischen (saarländisch-lothringischen) Industriereviers - führt die monumentale Industrieanlage die Bedeutung der Schwerindustrie der Großregion als der Wiege der „kontinentaleuropäischen Industrialisierung“ (Thomes/Engels) eindrucksvoll vor Augen.

Mit diesem Welterbe verbunden ist neben der Geschichte der Eisen- und Stahlproduktion weiter auch die Geschichte des Steinkohlenbergbaus an der Saar und des Eisenerzbergbaus in Lothringen und Südwestluxemburg.

Die von politischen Querelen stark belastete interkulturelle Industriegeschichte der Region wartet noch darauf, geschrieben zu werden.  

Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur
Rathausstraße 75-79
D-66333 Völklingen

Hochofenanlage 1929, mit u.a. 7 Hochöfen incl. den davorstehenden Winderhitzern (3 pro Hochofen), Schrägaufzug, Silohalle, ein erster Bauabschnitt der Sinteranlage (vor der Silohalle), das Gasgebläsehaus (grosses Gebäude im Vordergrund) mit Gasleitung und 6 Windleitungen, dem werkseigenen Kraftwerk Wehrden (links oben) und dem alten Stahlwerk (rechts).
Foto: Archiv Saarstahl AG

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{gallery}social/welterbe/voelklingen/1&legende=non& reflexion=2&width=640{/gallery}Hochofenanlage 1986, kurz vor der Stilllegung, mit u.a. 6 Hochöfen incl. den davor stehenden Winderhitzern, Wasserturm (links), Gasgebläsehaus (im Vordergrund), Reste des alten Stahlwerkes (recht aussen) und den Schlackehalden (im Hintergrund).
Foto: N. Mendgen

Quellen


IndustrieKultur Saar 2000: Der Bericht der Kommission Industrieland Saar

Mendgen, N. 2006: Preservation and Re-use of the Blast Furnace Site – UNESCO World Heritage Site “Völklingen Ironworks, in: IV. World Heritage Sites of the 20th Century – German Case Studies, Heritage Risk Special 2006,  S. 119 - 123  

Mendgen, N. 2004: Monument der Industriegeschichte ist seit 10 Jahren Weltkulturerbe, in: Stahl und Eisen, vol. 6, Düsseldorf

Mendgen, N. 1989: Völklingen und Birmingham USA, Überlebensstrategien für Hochofenwerke, in: W. Buschmann (Hrsg.), Eisen und Stahl, Klartext Verlag

Mendgen, N. 1992: Saarland, Völklingen, in: The Backwell Encyclopaedia of Industrial Archaeology, Oxford (UK), Cambridge (USA)

Mendgen, N. 1988: Hot Ideas from Cold Furnaces, in: Interpretation, Manchester

Schmitt, A. 1995: Denkmäler Saarländischer Industriekultur, Wegweiser zur Industriestraße Saar-Lor-Lux, Hrsg. Staatliches Konservatoramt Saarbrücken, 2.Aufl.

 

Externe Links


Deutsche UNESCO-Kommission e.V.: Völklinger Eisenhütte external link

Industriekultur Saar: Entwicklung und Umsetzung eines neuen Ansatzes external link pdf

warndt.eu external link

Welterbe-Liste der UNESCO: Völklingen Ironworks external link

Weltkulturerbe Völklinger Hütte - Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur external link