Böden

Böden (Überblick)

Barbara Neumann, Jochen Kubiniok

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Einführung


Die Karte der "Böden der Großregion" zeigt als Ausschnitt der European Soil Database die typischen Bodentypen der Großregion in einer einheitlichen Klassifikation.

© Karte: European Commission JRC - Soil Databases (ESDB) external link

 

Überblick


Boden ist mehr als der Dreck unter unseren Füßen. Böden sind nicht nur die verwitterte und durch verschiedenste Prozesse überprägte oberste Schicht der Erdkruste, sie sind vor allem Standort für Pflanzen und damit – neben den Umweltkompartimenten Wasser und Luft – die Grundlage des terrestrischen Lebens auf der Erde.

Die Karte der "Böden der Großregion" zeigt als Ausschnitt der European Soil Database (ESDB) external link die typischen Bodentypen der Großregion in einer einheitlichen Klassifikation.

Kartographisch abgebildet sind hier aufgrund gleicher Eigenschaften abgrenzbare bodengeographische Einheiten und ihre dominierenden Bodentypen.

Deren Verbreitungsmuster, Eigenschaften und auch Probleme werden hier vorgestellt.

Karte: BödenBöden

Barbara Neumann, Universität Kiel,
Jochen Kubiniok, Universität des Saarlandes; Daten: ESDB external link
 

Landwirtschaftlich genutzte Flächen bei Marpingen/Saarland
Foto: B. Neumann

Die European Soil Database klassifiziert die Böden Europas erstmals nach einheitlichen und damit vergleichbaren Kriterien auf Basis der World Reference Base of Soils (WRB) external link der International Union of Soil Science.

Die WRB stellt ein zweistufiges Klassifikationsschema dar, welches Böden anhand von diagnostischen Horizonten und Eigenschaften in Referenzgruppen einteilt.

Die Klassifikation bedient sich der Abfrage von spezifischen Bodenausprägungen und Bodeneigenschaften, die auf einzelnen Beobachtungen oder messbaren Parametern beruhen und auf den morphologischen Aufbau, bestimmte Boden bildende Prozesse oder den Nährstoffhaushalt hinweisen.

Prozesse wie z.B. Verwitterung, Ton- oder Humusverlagerung führen zur Ausbildung typischer, für bestimmte Bodentypen charakteristischer Horizonte im dreidimensionalen Bodenkörper.

Von insgesamt 28 Untergruppen, denen die Böden der Großregion zuzuordnen sind, stellen die Cambisols sowohl die dominanteste als auch die insgesamt für den mitteleuropäischen Raum typischste Bodenentwicklung dar.

Bedingt durch eine hohe Variabilität der bodenbildenden Ausgangsgesteine, aber auch aufgrund einer abwechslungsreichen Landschaftsentwicklung zwischen breiten Talauen, Schichtstufen und Mittelgebirgslagen, finden sich in der Großregion jedoch auch seltenere Bodenbildungen wie Podzols oder Phaeozems.

 

Forschungsstation im Wald zur Untersuchung von Schadstoffeinträgen über Niederschlag (Beprobung von Stammabfluss und Bodenwasser).

Die Analyse der Stoffpfade ermöglicht Aussagen zum Zustand der Waldböden.
Fotos: B. Neumann

Volltext

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Quellen


Ad-Hoc Arbeitsgruppe Boden 2005: Bodenkundliche Kartieranleitung. 5. Auflage, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Bundesrepublik Deutschland: Hannover.

Baize, D. und Girard, M.-C. (Hrsg.) 2009: Référentiel pédologique 2008. - Association française pour l’étude du sol (Afes), Éditions Quæ, Versailles.
European Commission 2005: Soil Atlas of Europe. European Soil Bureau Network, Office for Official Publications of the European Communities, Luxembourg.

IUSS Working Group WRB 2007: World Reference Base for Soil Resources 2006. Erstes Update 2007. Deutsche Ausgabe. - Übersetzt von Peter Schad. Hrsg. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover.

Scheffer, F. und Schachtschabel, P.  2010: Lehrbuch der Bodenkunde. - Neubearb. v. Hans-Peter Blume, Gerhard W. Brümmer, Rainer Horn u. a. Begr. v. Fritz Scheffer u. Paul Schachtschabel. 16. Aufl., Spektrum Akademischer Verlag.

Externe links 


Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe BGR, Deutschland - Europäischer Bodenatlas external link

Europäische Kommission, Umwelt, Boden external link

EU-Kommission Joint Research Centre - European Soil Portal external link

EU-Kommission Joint Research Centre: Soil Atlas of Europe external link

IUSS Working Group WRB (2007): World Reference Base for Soil Resources 2006. Erstes Update 2007 external link pdf