Nassau

GA004 1815: Teilgebiete von Oranien-Nassau

1815: Herzogtum Nassau


Herzogtum Nassau
(größere Version)

Am 23. November 1813 hatte das Herzogtum Nassau, das vorher auf der Seite Napoleons gestanden hatte, auf die Seite der Alliierten gewechselt. Die Gestalt des Herzogtums wurde auf dem Wiener Kongress neu festgelegt.

In diesem Kontext waren Nassau am 31. Mai 1815 Gebiete von Preußen zugeschlagen worden, wie zum Beispiel die Herrschaft Westerburg und ein Teil der Grafschaft "Wied-Runkel".

Darüber hinaus waren dem Herzogtum Nassau der Großteil der Gebiete, die Preußen vom Hause Oranien-Nassau übertragen worden waren, zugeschlagen worden.

Dies ist umso interessanter, als Preußen erst am 31. Mai 1815 die Stammlande des Fürsten von Oranien-Nassau bekommen hatte und diese nun schon wieder abtrat.

Dies war bereits vor der Wiener Schlussakte festgehalten worden. Am 17. November 1816 bekam Nassau dann noch die alte hessen-kasselsche Niedergrafschaft von Katzenelnbogen verliehen.

Insgesamt kann festgestellt werden, dass das Herzogtum Nassau durch die Neuordnung Europas verkleinert wurde. Es wurde dabei aber arrondiert, wodurch ein festes und zusammenhängendes Gebilde entstand.

Ein Teil des Herzogtums Nassau erstreckt sich auf das Gebiet, das wir heute als Großregion bezeichnen.

Wappen der Herren von Westerburg
Quelle: B. Peter

Quellen


Struck, W.-H. 1981: Die Gründung des Herzogtums Nassau, In: Herzogtum Nassau 1806-1866, Politik / Wirtschaft / Kultur, Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden, S. 1-18.