Tintingen ...

GA042 1904: Tintingen - Bigonville

1904: Grenzberichtigung zwischen der belgischen Gemeinde Tintingen und der luxemburgischen Gemeinde Bigonville


Im am 23. August 1904 in Luxemburg zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und dem Königreich Belgien unterzeichneten Abkommen steht, dass sich das Flussbett der Sauer verändert hatte. Aus diesem Grund sollte die belgisch-luxemburgische Grenze überprüft werden, wie es Artikel 36 des Protokolls im Anhang des Maastrichter Vertrags vom 7. August 1843 vorsieht.

Es geht um die Änderung des Grenzverlaufs an zwei Stellen der Grenze, konkret um den Grenzbereich zwischen den Grenzsteinen Nr. 174 und 175, die sich bei den Gemeinden Tintingen auf der belgischen Seite und Bigonville auf der luxemburgischen Seite befinden. Es wurde bereits am 24. September 1901 in Martelingen diesbezüglich ein Grenzprotokoll  erstellt.

Des Weiteren geht es um den Grenzverlauf zwischen den Grenzsteinen 190 und 197 zwischen der belgischen Gemeinde Villers-la-bonne-Eau und der luxemburgischen Gemeinde Harlange. Diesbezüglich war am 8. Juli 1903 in Wiltz ein Protokoll beschlossen worden.

In Artikel 36 des Grenzprotokolls befindet sich die Beschreibung der Grenze zwischen der belgischen Gemeinde Tintingen und der luxemburgischen Gemeinde Bigonville. Mit dem Stand vom 24. September 1901 wurde festgestellt, dass die Sauer in diesem Abschnitt ihr Bett verlassen habe und nun ganz auf luxemburgischem Territorium fließe. Um die Grenze wieder herzustellen, sollten die Grenzsteine in das alte Flussbett gestellt werden.  

Tintange (Fauvillers)(B)
Quelle: Historische Postkarte

Quellen


Mémorial A N° 38 du 08. 07. 1905. Loi du 18 mars 1905 portant approbation de la convention signée à Luxembourg, le 23 aôut 1904, entre le Grand-Duché et la Belgique, au sujet de redressements de la frontière entre les deux pays, S. 569-577

Compte rendu des séances de la Chambre des Députés du Grand-Duché de Luxembourg. Session ordinaire du 8 novembre 1904 au 4 mai 1905, Volume I. Luxembourg, 1905, S. 1024.