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Grenzänderungen vom Wiener Kongreß bis heute

Claude Back

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Die Großregion, die sich aus unterschiedlichen Ländern und Regionen zusammensetzt,  hat bis zu ihrer heutigen Form eine bedeutende Anzahl von Wandlungen erfahren. Ihre Geschichte soll anhand der Entwicklung der Grenzen im Verlauf der letzten zwei Jahrhunderte beschrieben werden.

Als Anfangsdatum wurde der Wiener Kongress angesetzt, der die Neuordnung in Europa zum Ziel hatte. Als vorläufiges Ende wurde das Jahr 2006 gewählt, in dem die bisher letzte Grenzänderung in der Großregion stattgefunden hat.

Mit dem Wiener Kongress war die Zeit der kleinen territorialen Besitztümer des 18. Jahrhunderts endgültig vorbei, und Staaten als zusammenhängende Gebilde entstanden.

Karte: Grenzen 1815 bis heute

Grenzen 1815 bis heute

Claude Back, Luxemburg

Seitdem hat die Großregion eine große Zahl unterschiedlich bedeutsamer Grenzveränderungen erfahren. Es stellt sich die Frage: "Was waren das für Veränderungen?" und "Wieso kamen diese Änderungen überhaupt zu Stande?"

Doch auch die Größenordnungen der Grenz- und Gebietsänderungen sind vielfältig: So wurden einerseits ganze Regionen auf der Landkarte verschoben, während andererseits winzige Gebiete von wenigen Quadratmetern durch Grenzänderungen getauscht wurden.

Hinzu kommt, dass auch die Ursachen der hier zu analysierenden Grenzänderungen vielfältig sind. Sie reichen von Kriegen und den anschließenden Friedensverträgen bis hin zum Austausch von Kleinstgebieten im Einverständnis der jeweiligen Verhandlungspartner. Somit zieht sich das Band der Ereignisse von Krieg und Frieden über Revolutionen bis zu rationalen Planungen hin.

Schlussakte des Wiener Kongresses von 1814/15
Quelle: G. Großkurth 

Der erste Hauptpunkt beschäftigt sich mit dem Wiener Kongress, durch den die Gebiete der heutigen Großregion neu geordnet wurden. Hier werden auch die neuen Grenzen beschrieben, die durch diesen Kongress gebildet wurden. Etwa zeitgleich wurden durch den zweiten Pariser Frieden die Grenzen Frankreichs neu definiert.

Es schließen sich die auf den Wiener Kongress folgenden Grenzänderungen an, wobei die Festlegung der preußisch-niederländischen Grenze anhand der verschiedenen preußisch-niederländischen Verträge veranschaulicht wird.

Es handelt sich hierbei um den Vertrag von Aachen, den Vertrag von Kleve und um das Protokoll von Emmerich.    

Das Westrheinische Gebiet wurde sehr stark durch den Wiener Kongress und die im Anschluss folgenden Verträge verändert. In diesem Kontext sind die preußischen Rheinlande, Rheinbayern, Nassau und Rheinhessen zu erwähnen.

Doch es entstanden in der heutigen Großregion auch kleine Gebilde wie zum Beispiel das Gebiet um Meisenheim für Hessen-Homburg, das Fürstentum Lichtenberg sowie das Fürstentum Birkenfeld.

Im Vertrag von Courtrai wurde die Grenze zwischen dem Machtbereich des Königs der Niederlande und Frankreich festgelegt. In diesem Kontext wurde auch die Südgrenze des Großherzogtums Luxemburg festgelegt. Bereits im Jahre 1818 erlebte das Großherzogtum Luxemburg eine bedeutende Veränderung seiner Westgrenze. 

Die belgische Revolution brachte eine grundlegende Änderung mit sich, in deren Folge ein neuer Staat entstand. Die Folgen dieser Revolution werden auch das Großherzogtum Luxemburg erfassen.

Der Londoner Vertrag von 1839 wird die Situation zwischen dem neuen Staat Belgien und dem König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg endgültig lösen. Im Grenzvertrag von Maastricht vom 7. August 1843 wurde die Grenze zwischen dem Königreich Belgien und dem Großherzogtum Luxemburg festgehalten.

In den 1860er Jahren gab es viele Krisen und Annexionsgelüste bezüglich der Gebiete der heutigen Großregion. Ein bedeutendes Ereignis war der deutsche Bruderkrieg im Jahre 1866. Dabei wurde ganz Nassau von Preußen annektiert. Auch das Gebiet um Meisenheim, das noch kurz zuvor von Hessen-Homburg an Hessen-Darmstadt übergegangen war, fiel an Preußen.
Szene aus den Septembertagen von 1830, Gemälde von G. Wappers, 1835
Musées royaux d'art et d'histoire, Brüssel

Die "Luxemburger Krise" führte im Jahre 1867 beinahe zu einem Krieg zwischen Preußen und Frankreich. Im Londoner Vertrag von 1867 entstand als Lösung der neutrale und unabhängige Staat Luxemburg.

Im Jahre 1870 sollte es dann doch zu einem Krieg zwischen Frankreich und Preußen kommen, in dem die deutschen Staaten sich zu einer Macht gegen Frankreich vereinten.

Nach dem deutsch-französischen Krieg wurde die Grenze des neu gegründeten Deutschen Kaiserreiches auf Kosten Frankreichs nach Westen verschoben. Somit gelangte neben dem Elsass auch die Hälfte Lothringens an das Deutsche Reich. Während der Friedensverhandlungen wurden noch geringe Änderungen am Grenzverlauf vollzogen.

Die Unterzeichnung des Friedensvertrages im Spiegelsaal des Schlosses zu Versailles, 28. Juni 1919. Gemälde von W. Orpen, 1919, Imperial War Museum London

In der Zeitspanne zwischen dem deutsch-französischen Krieg und dem Ersten Weltkrieg fanden keine großen Grenzänderungen in der Großregion mehr statt. Doch wurden einige Grenzverträge auf bilateraler Ebene geschlossen.

In diesem Kontext seien die französisch-belgischen Grenzänderungen und Grenzverträge sowie die belgisch-deutschen Grenzfragen erwähnt.

Am 28. Juli 1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Dieser Krieg wird schwerwiegende Folgen für Europa mit sich bringen. Während des Kriegsverlaufs gab es weitreichende Annexionspläne auf allen Seiten der Kriegsgegner.

Im Herbst des Jahres 1918 brach der Widerstand der Mittelmächte endgültig zusammen. Verluste an Mensch und Material waren auf beiden Seiten der Kriegsgegner gewaltig.

Besonders der französische Ministerpräsident Georges Clemenceau wollte, dass Deutschland für den angerichteten Schaden aufkommen solle. Im Frieden von Versailles wurde so eine sehr harte Gangart gegenüber Deutschland gefahren.

Lothringen war bereits durch den Waffenstillstandsvertrag vom 11. November 1918 an Frankreich zurückgeben worden. Im Vertrag von Versailles wurden dann neben weiteren deutschen Gebietsverlusten auch einige Gebiete an Belgien abgetreten.

Hierbei handelt es sich um die Kreise Eupen und Malmedy sowie um das Gebiet von Moresnet. Des Weiteren wurde das Saargebiet von Deutschland gelöst und dem Völkerbund für eine Zeitspanne von 15 Jahren unterstellt.

Nach den bedeutenden Änderungen in der Großregion, die durch den ersten Weltkrieg vollzogen worden waren, wurden weitere Verträge geschlossen, die die Grenzen, welche durch den Vertrag von Versailles angelegt worden waren, veränderten.

Hierbei handelt es sich um den Grenzverlauf zwischen Frankreich und Deutschland sowie um den Grenzverlauf zwischen Belgien und Deutschland.

Schließlich wurden auch Verträge über den Grenzverlauf des Saargebiets zu seinen beiden Nachbarn Deutschland und Frankreich geschlossen.

Außerdem wurden Bemühungen unternommen, die gegenseitige Akzeptanz der Grenzen zu unterstützen. In diesem Kontext seien die Verträge von Locarno erwähnt.

1935 wurde das Saargebiet nach 15jähriger Verwaltung durch den Völkerbund im Anschluss an ein Referendum wieder an Deutschland zurückgegeben. 

 

Historische Postkarte: Neutrales Moresnet (1905)

Im nationalsozialistischen Deutschland wurden innerdeutsche Grenzänderungen vollzogen. In diesem Kontext sei der oldenburgische Landesteil Birkenfeld erwähnt, der an Preußen angeschlossen wurde. 

Am 1. September 1939 griff das nationalsozialistische Deutschland Polen an. Dies war der Beginn des Krieges, der als der Zweite Weltkrieg in die Geschichte einging. Das nationalsozialistische Deutschland überfiel am 10. Mai 1940 die neutralen Benelux-Staaten und fiel in Frankreich ein.

Nach dem schnellen Sieg über Frankreich wurden in Luxemburg und in der Osthälfte Lothringens Zivilverwaltungen eingerichtet, die zum Ziel hatten, diese Gebiete wieder dauerhaft an Deutschland zu binden. In Belgien wurden neben den ehemaligen deutschen Gebieten Eupen und Malmedy weitere Gebiete abgespalten und an das "Dritte Reich" angeschlossen.

Potsdamer Konferenz 1945
Quelle: Dt. Bundesarchiv

Am 8. Mai 1945 kapitulierte das nationalsozialistische Deutschland vor der Übermacht der Alliierten. Schon im September 1944 waren die deutschen Zivilverwaltungen aus Luxemburg und Lothringen geflohen. Auch die Gebiete von Eupen und Malmedy waren in diesem Zeitraum von den Alliierten befreit worden.

Nach der endgültigen Niederwerfung Deutschlands drängten die westlichen Alliierten auf Gebietsgewinne auf Kosten Deutschlands. Doch diese Wünsche wurden von den "Großen Drei" USA, Großbritannien und der Sowjetunion nicht geteilt.

Stattdessen wurden von den USA und Großbritannien kleine Gebiete an den Grenzen Belgiens, Luxemburgs und Frankreichs zu Deutschland unter die vorläufige Verwaltung der Grenznachbarn gestellt. So kam der Kammerwald unter luxemburgische Verwaltung, während Frankreich die Verwaltung über einen Teil des Mundatwaldes bekam.

Nach dem Krieg war Deutschland in verschiedene Besatzungszonen aufgeteilt worden. Ein Resultat dieser Zonenbildung und der damit verbundenen Entscheidungen führte im Jahre 1945 zur Teilung der Rheinprovinz. 1946 entstand Rheinland-Pfalz in einem Teil der ehemaligen Rheinprovinz in der französischen Besatzungszone.

Eine Frage, die nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen Frankreich und den Deutschen sehr präsent war, ist die Saarfrage. Frankreich wollte sich das Saargebiet einverleiben und änderte in der zweiten Hälfte der 40er Jahre mehrfach dessen Grenzen.

Nach dem zweiten Weltkrieg ging es um die friedliche Festlegung und Annahme der Grenzen. Am 23. Mai 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet. In der Folgezeit sollten alle Grenzfragen zwischen Deutschland und seinen westlichen Nachbarn friedlich und im Einvernehmen aller Parteien geregelt werden.

Belgien und Deutschland trafen in diesem Kontext eine friedliche Vereinbarung über die belgisch-deutsche Grenze, wobei Belgien den größten Teil der unter seine Verwaltung gestellten Gebiete an Deutschland zurückgab. Die Grenze wurde endgültig anerkannt. Auch bezüglich der deutsch-luxemburgischen Grenze wurde Einvernehmen zwischen den Staaten hergestellt.

Am 1. Januar 1957 wurde das Saarland schließlich Teil der Bundesrepublik Deutschland.

Die letzte offene Grenzfrage in der Großregion, die schließlich noch zwischen Deutschland und Frankreich gelöst werden musste, blieb der Mundatwald. Dann waren alle Grenzfragen im Kontext des Zweiten Weltkrieges und seiner Folgen endgültig erledigt.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Grenzänderungen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der Großregion stattgefunden haben, im Kontext der europäischen Konstruktion standen. Deutschland und seine westlichen Nachbarstaaten haben sich mit dem Wunsch einer Zusammenarbeit auf die Grenzlinien verständigt.

Postkarte zum Anschluss des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland 1957
Quelle: bdph.de external link

Plan der Grenzänderung zwischen der luxemburgischen Gemeinde Sanem und der französischen Gemeinde Russange 2006
Quelle: Mémorial A n. 137, 11.8.2006, S. 2294

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts kamen weitere, einvernehmliche Grenzänderungen in der Großregion zustande. Hierbei seien die Änderung der französisch-luxemburgischen Grenze von 1965, die Änderung an der deutsch-belgischen Grenze von 1982 und die Änderung der französisch-luxemburgischen Grenze von 1989 erwähnt.

Darüber hinaus wurde noch eine Grenzänderung an der französisch-luxemburgischen Grenze im Jahre 2000 vollzogen sowie ein Gebietsaustausch im Jahre 2006, der ebenfalls an der luxemburgisch-französischen vorgenommen wurde.   

Im Kartenteil werden die Grenzänderungen, die in dem zu analysierenden Zeitraum in der Großregion stattgefunden haben, auf neun Karten sichtbar gemacht. Die Karten sind chronologisch angelegt und nach den großen Ereignissen eingeteilt.
Diese Arbeit soll mit der Zeit fortgesetzt werden, um auch die künftigen Grenzänderungen in der Großregion zu behandeln.

Literatur


Back, C. (unveröff.): Die Grenzänderungen in der Großregion vom Wiener Kongress bis heute (1815-2006)

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Quellen