Autoindustrie 2007

Autoindustrie - Produktion, Forschung, Ausbildung

Christian Schulz, Hans Peter Dörrenbächer, Holger Pansch

 


Tabelle
 Quellen Links 

Einführung


Die Automobilindustrie gilt in der Großregion als wichtiger Pfeiler des wirtschaftlichen Strukturwandels. Eine Vielzahl teils hoch spezialisierter Zulieferer und Dienstleister prägt heute die Unternehmenslandschaft und stellt einen Großteil der industriellen Arbeitsplätze.

 

Überblick

 

In der Wirtschaftsstruktur der Großregion Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz-Wallonien spielt die Automobilindustrie mitsamt ihren Zulieferern eine bedeutende Rolle.

Wichtige Endmontagestandorte (z.B. Ford Saarlouis external link, Smart Hambach external link, SMAE Metz external link), international agierende Systemlieferanten (z.B. Bosch Homburg external link, IEE Contern external link, TRW Lucas Bouzonville external link) sowie eine vielfältige Landschaft kleiner und mittlerer Zulieferer und Ausrüster (z.B. Werkzeugbauer) haben zu einer hohen Konzentration von Arbeitsplätzen in dieser Branche geführt.

Mit insgesamt etwa 140.000 Arbeitsplätzen ist der Automotive-Sektor zweifelsohne der wichtigste Arbeitsmarktfaktor im produzierenden Gewerbe der Großregion.

Karte: Autoindustrie (2007)

Autoindustrie
Christian Schulz, Université du Luxembourg
Hans Peter Dörrenbächer, Universität des Saarlandes
Holger Pansch, Université du Luxembourg

Ford Saarlouis
Quelle: Fordwerke GmbH

Hinzu kommen spezialisierte Ausbildungsstätten und Forschungseinrichtungen. Daher wird die Branche sowohl in allen Teilregionen als auch im großregionalen Kontext als vielversprechende Clusterstruktur verstanden und als wesentliches Standbein des Strukturwandels angesehen (s. Clusterstudie des Wirtschafts- und Sozialausschusses der Großregion external link).

Begleitet wird die Entwicklung von Branchenverbänden und Clusterinitiativen (z.B. automotive.saar external link, AutoEssor Lorraine external link, Zulieferinitiative Rheinland-Pfalz external link, Cluster Auto-Mobilité Wallonie external link, ILEA external link, u.a.). 

Darüber hinaus gewinnen branchenübergreifende Beziehungen zunehmend an Bedeutung – neben den horizontalen und vertikalen Verflechtungen, der räumlichen Nähe und der institutionellen Einbettung ein weiteres Erfolgskriterium regionaler Wirtschaftscluster.

Dies gilt insbesondere für den Bereich der Materialentwicklung sowie der fahrzeugbezogenen Informations- und Kommunikationstechnologien, also Wirtschafts­zweige, die in der Großregion ebenfalls eine dynamische Entwicklung genommen haben und seit einigen Jahren im Fokus der regionalen Wirtschaftspolitik und Forschungsförderung stehen.

Smartville, Hambach
Quelle: Smart GmbH

Schema Smartville
Quelle:
Smart GmbH

Trotz der quantitativen Bedeutung der Branche und vergleichbarer Entwicklungspfade in den Teilregionen fehlt es – mit Ausnahme o.g. Clusterstudie – bisher an einer grenzüberschreitenden Abstimmung der vielfältigen Initiativen.

Wirtschafts­förderung, Branchen­initiativen und Arbeitnehmerorganisationen in den verschiedenen Teilregionen suchen zwar vermehrt nach einer grenzüber­schreitenden Ausrichtung ihrer Arbeit, jedoch besteht weiterhin ein großes Potential zur Nutzung von Synergien in den Bereichen Produktion, Forschung & Entwicklung sowie Aus- und Weiterbildung.

 

Tabelle

- Top -

Externe Links