Liège

Der Steinkohlenbergbau im Revier von Liège

Malte Helfer

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Das östlichste Revier
Das Becken von Liège erstreckt sich als östlichster Teil des Kohlengürtels Haine-Sambre-Maas auf einer Länge von etwa 30 km von Engis im SW bis zum Plateau de Herve im NO und auf einer maximalen Breite von 13 km zwischen Herstal und Beyne. Das Becken besteht aus mehreren Teilräumen: dem relativ unbedeutenden Becken von Huy im W, den Becken von Haute-Meuse und Seraing, Plateau d’Ans und Montegnée, Liège und Basse-Meuse sowie dem Plateau de Herve.

Die bis in 1.250 m Tiefe reichende Lagerstätte umfasst rund 50 Flöze, deren mittlere Stärke von weniger als 70 cm die geringste in Belgien ist. Die schwächsten abgebauten Flöze hatten nur 40 cm Mächtigkeit, davon 30 cm Kohle.

Die stark gefalteten und durchlässigen Schichten machten das Wasser zum Hauptproblem, Grubengas war dagegen normalerweise weniger vorhanden als im Hennegau. Außer Peranthrazit und Gasflammkohle wurde hier fast die gesamte Bandbreite an Kohlesorten gefördert.

Karte: Steinkohlenbergbau

Steinkohlenbergbau

Malte Helfer, Université du Luxembourg

Anfänge um 1200, Vorbild für Europa
Die Steinkohle im Becken von Liège wurde schon zur Römerzeit als "terra nigra carbonum" zum Heizen genutzt. Danach wird der Kohlenbergbau erst wieder 1195 für die Hesbaye erwähnt, als es zu einer Teuerung des Holzes kam; 1213 wird festgestellt, dass der Gebrauch der Kohle sehr verbreitet war. Die ersten, oberflächennahen Gruben entstanden auf den Höhen von Saint-Gilles und Ans. Zahlreiche Nachweise seit Anfang des 13. Jh. weisen auf eine systematische Erschließung der Kohle hin; bei Landverkäufen wurden regelmäßig eventuelle Kohlevorkommen erwähnt.

Liège profitierte im Gegensatz zu den Revieren des Hennegau von der Maas als geeignetem Verkehrsweg. Liège entwickelte sich zu der Kohleregion schlechthin, in die zumindest bis ins 18. Jh. zahlreiche Besucher von weither kamen, um sich über den Kohlenbergbau zu informieren. Es entstand ein für die damalige Zeit umfassendes technisches Wissen. Vokabular und Praktiken des Steinkohlenbergbaus breiteten sich von hier aus in Europa aus und bereiteten die Industrielle Revolution vor.

 

Ans Rocour / Liège
Quelle: Alte Postkarte

Die Gesellschaft der Comparchonniers
Unter dem Ancien Régime war der Grundbesitzer auch Eigentümer des unter der Oberfläche Liegenden, was individuelle unternehmerische Aktivitäten motivierte; überall wurde nach Kohle gegraben.

Großgrundbesitzer und geistliche Institutionen, die traditionell ebenfalls über viel Land verfügten, begannen als erste mit einem intensiveren Kohleabbau. Nachdem diese die Kohle anfangs selbst ausbeuteten, setzte sich dann die Konzessionsvergabe an Dritte durch.

Die klassische, eigentümliche Organisationsform des Bergbaus von Liège ist seit dem 14. Jh. nachgewiesen und dauerte bis ins 19. Jh.: die Gesellschaft der "Comparchonniers". Diese unterscheidet sich erheblich von der juristischen Form eines modernen Unternehmens, insbesondere verfügt sie über keine Kapitaleinlage. 

Die Grubenmeister, die sich zusammentaten, kauften nach ihren finanziellen Möglichkeiten eine gewisse Anzahl konkreter Teile der Grube (Parchons), für die sie die Arbeiten finanzierten und dafür dann von der Förderung einen Anteil bekamen. Die organisatorischen Funktionen nahmen sie reihum ein.

Die ersten Schächte, "Bures de petit athour" bzw. "Fosses à bras", erreichten bis zu 80 m Tiefe. 10-15 Bergleute förderten täglich etwa 200 kg Kohlen von Hand zutage. Daneben entstand ein zweiter, wegen des Aufwandes jedoch nicht so häufiger Typ, die größeren "Bures de grand athour" bzw. "Fosses à chevaux", die mit pferdebetriebenen Göpelwerken arbeiteten, schon im Mittelalter die Tiefe von 100 m überschritten hatten und gegen Ende des 18. Jh. bis zu 300 m Tiefe erreichten. Beide hatten bis zum Ende des Ancien Régime parallel nebeneinander Bestand.

Die Rolle der Entwässerungsherren
Die Notwendigkeit, das Wasser aus den Schächten abzuführen, führte ab Ende des 13. Jh. zur Errichtung eines bemerkenswerten Netzes von Entwässerungskanälen (Areines), für die das Revier Berühmtheit erlangte.

Am Talfuß gelegen, wurden die Areines mit der tiefsten Sohle der Schächte verbunden und führten das Wasser oft zahlreicher Gruben gleichzeitig zur Maas ab bzw. versorgten Liège mit Trinkwasser. Die Möglichkeit, die tiefen Schächte an den steilen Maashängen auf diese Weise entwässern zu können ist verantwortlich für den frühen Aufschwung des Lütticher Kohlenbergbaus.

Für das Ableiten des Wassers zahlten die Gruben den Investoren der aufwendigen Kanäle, den Entwässerungsherren (Seigneurs arniers), einen Entwässerungszins. Konflikte mit anliegenden Landeigentümern und Mühlenbetreibern und die Sorge um die nachhaltige Trinkwasserversorgung von Liège führten schon um 1280 zur Einrichtung einer Kontrolle des Bergbaus.

Die "Cour de Justice des Voirs-Jurés du Charbonnage", eine Gruppe von Experten, die von den Schöffengerichten ernannt wurden, erfüllte diese Aufgabe bis zum Ende des Ancien Régime. Zwischen 1318 und 1330 entwickelten sie mit den "Statuts et Ordinanche del Mestier de Cherbonnaige" einen regelrechten "Code minier", einen der ältesten Westeuropas.

Horloz Tilleur / Liège
Quelle: Alte Postkarte

Unter den "Comparchonniers" fand man zumindest anfangs einfache Bergleute an der Seite von Händlern und Adligen; letztere sorgten oft auch wie die Eigentümer des Landes oder der Lagerstätte und die Entwässerungsunternehmer für das notwendige Kapital von außen. Letztere erhielten bald eine Schlüsselfunktion im Lütticher Bergbau, da dieser ohne sie nicht mehr betrieben werden konnte. Man nimmt an, dass die Jahresförderung des Reviers sich von 1512 bis 1563 auf 90.000 t verdoppelte; außer in die Hesbaye wurde die Kohle auch in die Campine, nach Louvain und Malines geliefert und selbst nach Holland exportiert.

Als am Ende des 16. Jh. der Bergbau unter das Flussniveau ging und zahlreiche Gruben plötzlich überflutet und deshalb aufgegeben wurden, kam es 1581/82 zu dem berühmten Edikt des Fürstbischofs Ernest de Bavière, das denjenigen, der einen Schacht trockenlegte, autorisierte, die Lagerstätte gegen die üblichen Abgaben selbst zu nutzen, ohne dass sich der Landeigentümer dagegen stellen konnte.

Gosson N°2 / Liège
Quelle: Alte Postkarte

Das Recht der Eigentümer oder der Entwässerer auf die Lagerstätten ebenso wie das System der Comparchonnagen führten zu einem starken Aufschwung des Bergbaus um Liège. Andererseits führte das System auch zu Belastungen für die Entwicklung ab dem Ende des Ancien Régime: begrenzte Mittel, engstirnige und unflexible Unternehmer, denen es oft auch an professioneller Ausbildung mangelte, sowie komplizierte rechtliche Verhältnisse. 1795 wurde in Liège mit dem Loi Mirabeau die Verstaatlichung der Gruben verkündet.

1810 lag die Förderung des Reviers mit 350.000 t bei 38% der belgischen Gesamtförderung an zweiter Stelle nach dem Borinage; ein großer Teil wurde exportiert, da der industrielle Bedarf in der Region noch gering war.

Nachdem unter dem Ancien Régime das Recht auf die Bodenschätze bei den adligen oder kirchlichen Grundherren lag, die Abbaugenehmigungen gegen einen Anteil an der Förderung vergeben hatten, führte nach dem Loi Mirabeau (ab 1791 im Zuge der Ausbreitung des Revolutionsgebietes) das napoleonische Berggesetz (1810) zu staatlicher Berghoheit und Konzessionsvergabe.

Ein rationeller Kohlenabbau wurde eingeführt und in der Folge ein dauerhafter wirtschaftlicher Aufschwung gesichert. Das bei dieser Gelegenheit eingerichtete und später von dem neuen belgischen Staat restrukturierte Corps des Mines spielte eine entscheidende Rolle, ebenso wie die unter holländischem und belgischem Regime eingerichtete Bergschule (Ecole des Mines de Liège), die die bestausgebildeten Bergingenieure der zweiten Hälfte des 19. Jh. hervorbrachte und einen internationalen Ruf erlangte.

Die erste Dampfmaschine auf dem Kontinent 1720
Von Liège breiteten sich zahlreiche Innovationen aus, wie die 1712 von Newcomen erfundene Dampfpumpe zur Wasserhaltung, die schon 1720 auf Grube Vieux-Groumet in Jemeppes als erste auf dem Kontinent eingerichtet wurde, die Regelung der natürlichen Bewetterung und die Einrichtung von Wetterschächten mit Wetteröfen (tocfeu), die im 18. Jh. erlaubte, über einen Abbauradius von 400 m um den Schacht hinauszugehen, dampfgetriebene Ventilatoren, das Atemgerät mit geschlossenem Kreislauf, druckluftbetriebene Bohrmaschinen usw.

Bis sich die anfangs anfälligen Dampfpumpen, die die Arbeit von etwa 5 Göpelwerken zu sechs Pferden verrichteten, durchsetzten, sollte es allerdings noch etwas dauern; 1767 gab es erst vier im Becken von Liège, 1773 ein Dutzend. Auch die von Watt verbesserte atmosphärische Dampfmaschine wurde im Becken von Liège erstmals auf dem Kontinent eingesetzt, 1774 in der Grube Kessales in Jemeppe, und die von Watt erfundene doppelt wirkende Maschine mit Schwungrad 1804 in der Grube Beaujonc in Ans. In den meisten Gruben nutzte man jedoch immer noch Pferde, Wasserkraft oder Windmühlen als Antrieb.

Nachdem der Bergbau sich anfangs auf die Berghänge hauptsächlich auf dem linken Maasufer und die Hügelketten des Plateau de Herve konzentrierte, erlaubte der zunehmende Einsatz von Dampfpumpen und –fördermaschinen ab Anfang des 19. Jh. die Anlage von Gruben auch in den Alluvialebenen, hauptsächlich um Seraing. Bald darauf ermöglichte die Eisenbahn den Gruben, die sich auf den Hochebenen der Hesbaye, am Rand von Liège und auf dem Plateau von Herve ansiedelten, den überregionalen Absatz.

Micheroux Hasard / Liège
Quelle: Alte Postkarte

Aufschwung mit der Eisenindustrie im 19. Jahrhundert
Die Zahl der Förderstandorte vervielfachte sich bis zur Mitte des 19. Jh. auf rund einhundert. Ab 1825 wurde in deutlich größere und modernere Anlagen investiert. Die durch den Kokskohlenbedarf der aufstrebenden Eisenindustrie angetriebene Förderung überschritt 1844 die Millionengrenze. Ab etwa 1850 kam es – wie anderswo – zu einer Unternehmenskonzentration, woraufhin bessere technische Mittel und größere Konzessionen zur Verfügung standen. In der Folge begann die Zahl der Förderstandorte zu sinken, ebenso wie die Zahl der Bergwerksunternehmen, während sich die einzelnen Anlagen vergrößerten. Hatte im 18. Jh. das größte Bergwerk im Revier kaum 20.000 t jährlich gefördert, 1812 immerhin 50.000 t, so förderte Cockerill 1849 schon 100.000 t, 1898 erreichte Marihaye bereits fast 460.000 t Jahresförderung.

Ab Mitte der 1880er Jahre überstieg die inzwischen bei 4 Mio. t liegende Förderung des Beckens von Liège die des Borinage, sie blieb aber an zweiter Stelle hinter der des inzwischen erstarkten Pays Noir. Die boomende Eisenindustrie sorgte für zunehmenden Absatz und unterstützte die Diversifizierung der Industriestruktur des Beckens, in dem die aus England eingewanderten Brüder Cockerill seit 1817 Dampfmaschinen produzierten und in Seraing einen weltweit beispiellosen Stahlerzeugungskomplex aufbauten.

Bas Bois / Liège
Quelle: M. Helfer

Die rechtliche Struktur der Bergwerksunternehmen änderte sich im 19. Jh. zögerlicher als in den anderen Revieren, weil das Becken von Liège während seiner gesamten Geschichte durch Familienunternehmen geprägt war, selbst in der Phase der Aktiengesellschaften (ab 1836), die sich hier erst ab 1873 allgemein durchsetzten.

Entsprechend blieb – anders als in den anderen belgischen Revieren – der Einfluss der Banken begrenzt, abgesehen von den Beteiligungen der Eisenindustrie, die sich um billige Kokskohle bemühte. So behielt das Revier einen eigentümlicheren, auch paternalistischeren Charakter; seine Unternehmer neigten dazu, individuell und wettbewerbsorientiert zu handeln, waren Übereinkünften abgeneigt und akzeptierten die staatliche Kontrolle erst unter dem Zwang der Kohlenkrise.

Seit dem 19. Jh. waren die Bergleute die Vorreiter der sozialen Bewegungen in der Provinz. Erste sozialistisch geprägte Forderungen kamen um 1850 auf und entwickelten sich zuweilen in einem aufständischen Klima. Die ersten Gewerkschaftsinitiativen entstanden um 1867 und triumphierten 20 Jahre später.

Spätestens im 20. Jh. erfuhren schließlich auch die Gruben an der unteren Maas einen beträchtlichen Aufschwung. Auch jetzt kam es wieder zu Innovationen, die sich von Liège ausbreiteten: Das erste elektrische Kraftwerk der belgischen Gruben wurde 1899 auf Espérance in Montegnée errichtet, die erste elektrische Fördermaschine 1903 auf Hasard, das erste Betonfördergerüst Europas 1912 auf Espérance, im Jahr darauf das nächste auf Hasard in Micheroux. 1913 wurde Schwertrübe-Kohlenwäsche zur Abtrennung staubförmigen Bergematerials entwickelt usw.

Der langsame Niedergang
1913 wurde mit 6 Mio. t aus 72 Schächten das Fördermaximum des Beckens von Liège erreicht, etwa ein Viertel der belgischen Gesamtförderung. Ein halbes Jahrhundert hielt Liège nach Charleroi den 2. Platz der belgischen Reviere bezüglich Förderung und Beschäftigung, erst 1934 wurde es vom flämischen Campine-Revier überholt. 1910 beschäftigte es ein Viertel aller belgischen Bergleute bzw. unmittelbar 35% aller Arbeiter der Region Liège. Kurz vor und kurz nach dem 1. Weltkrieg erreichte die Zahl der im Becken von Liège beschäftigten Bergleute 40.000, in den 50er Jahren wurden noch einmal 30.000 erreicht. Die Konzentration der Unternehmen setzte sich bis zum Ende des Bergbaus fort mit der Schließung der am wenigsten rentablen Gruben ab den 1920er Jahren. Mit der Unternehmenskonzentration vergrößerten sich die Konzessionen bis auf 4.897 ha bei der S.A. des Charbonnages de Wérister.

Nach dem 2. Weltkrieg kam es mit dem "Statut du mineur" und der "Bataille du charbon" zu einer Entkrampfung des Klimas zwischen Bergarbeitern und Unternehmen, aber die Vorreiterrolle der Bergleute beim sozialen Fortschritt setzte sich bis zur endgültigen Schließung der Gruben fort. 1953 wurden im Zuge der Kohlenschlacht noch einmal 5 Mio. t gefördert. Die höchsten Fördermengen einzelner Gruben wurden unmittelbar vor der Kohlekrise der 1950er Jahre erreicht: Mehr als 800.000 t bei Bonne-Espérance, Batterie, Bonne-Fin, Violette und Gosson-Kessales. Diese Zahl ist dennoch deutlich niedriger als die des Hennegau oder gar der Campine zur gleichen Zeit.

Mit der Öffnung des europäischen Kohlenmarktes durch den EGKS-Vertrag 1952 wurden die aufgrund der ungünstigen Lagerungsverhältnisse deutlich teureren wallonischen Kohlen der Konkurrenz der Importkohle ausgesetzt. Mit der Kohlenkrise von 1957 war der Niedergang nicht mehr aufzuhalten: 1958 wurden Grands Makets und Kessales-Bon Buveur in Jemeppes-sur-Meuse sowie Théodore in Soumagne geschlossen, 1959 Gosson in Tilleur, Val Benoît in Liège und Mairie in Queue du Bois, 1960 Battice sowie Nord in Wandre, 1962 Bonne Fortune in Ans und Milmort, 1963 Abhooz in Herstal, 1964 Moha/Espérance in Saint-Nicolas.

1965 schlossen Sainte-Marguerite und Batterie in Liège, 1966 N°2 in Montegnée und Levant in Ans, 1967 Péry in Grâce-Hollogne und Romsée, 1968 Belle-Vue in Herstal und Batterie in Liège, 1969 José in Battice und Bure aux femmes in Glain, 1969 Grande Bacnure und 1971 Petite Bacnure in Herstal, 1973 Bonne Fortune in Grâce-Hollogne, 1974 Saint-Nicolas und Micheroux, 1976 Colard in Seraing, 1977 Cheratte als letzte Grube von Hasard. Als letzte Grube des Reviers schloss schließlich 1980 Argentau in Blegny-Trembleur.

Blegny / Liège (2003)
Quelle: M. Helfer

Quellen


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Externe links


Fédération de la Chaîne des Terrils: La Chaîne des terrils external link

Gaier, C.: Le bassin minier de Liège external linkpdf

Patrimoine industriel Wallonie-Bruxelles asbl external link

Musée de la mine Blégny external link