Rheinland-Pfalz

Hochschulwesen in Rheinland-Pfalz

Wolfgang Bethscheider

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Rheinland-Pfalz (4 Millionen Einwohner) verfügt über sechs Universitäten, die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer und 13 Fachhochschulen, an welchen über 100 000 eingeschriebene Studenten jährlich rund 14 000 Abschlusszeugnisse erwerben. Hochschul-Standorte sind u.a. die Städte Mainz, Trier, Kaiserslautern, Koblenz, Landau, Worms, Speyer oder Bingen.

Universitäten
Die das Wissenschaftszentrum des Landes Rheinland-Pfalz bildende Johannes-Gutenberg-Universität external link in Mainz gehört zu den 10 größten Universitäten in Deutschland. Einmalig in der bundesdeutschen Hochschullandschaft ist die Integration der Studienrichtung Medizin, der Hochschule für Musik, der Akademie der Bildenden Künste und der Sporthochschule in die Universität, an der über 34 000 Studenten eingeschrieben sind.

Mit rund 7 600 Beschäftigten gehören die Johannes Gutenberg-Universität und das Universitätsklinikum external link zu den größten Arbeitgebern der Stadt Mainz. Der Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaften external link, mit seinen 12 Sprachen und 2 400 Studenten die weltweit größte universitäre Ausbildungsstätte für Übersetzer und Dolmetscher, hat seinen Sitz in Germersheim.

Karte: Hochschulwesen

Karte: Hochschulwesen

Wolfgang Bethscheider, Saarbrücken

Johannes-Gutenberg-Universität Mainz:
1) Gutenberg-Denkmal,
2) Setzen eines Herzkatheters in der Uniklinik
Quelle: © JGU

Die zweitgrößte rheinland-pfälzische Hochschule ist die Universität Trier external link mit rund 14 250 Studierenden. Auf den beiden Campus auf dem Tarforster Plateau werden an 6 Fachbereichen und der Theologischen Fakultät 40 Studiengänge angeboten.
Die 1473 gegründete alte Trierer Universität war 1798 unter Napoleon geschlossen worden. 1970 als Doppeluniversität Trier-Kaiserslautern wieder gegründet, wurde die Universität Trier external link 1975 eigenständig. Rund 3,5% der Studierenden kommen aus dem benachbarten Großherzogtum Luxemburg.

Die Technische Universität (TU) Kaiserslautern external link ist die einzige naturwissenschaftlich-technisch ausgerichtete Universität in Rheinland-Pfalz. Die Campus-Universität mit rund 11 300 Studierenden bietet in 10 Fachbereichen Architektur, Raum- und Umweltplanung und Bauingenieurwesen, Biologie, Chemie, Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Mathematik, Physik, Sozialwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften mehr als 75 vorwiegend praxisorientierte Studiengänge an.

Die Universität Koblenz-Landau external link, deren rund 12 500 Studenten sich etwa gleich auf die beiden Standorte Koblenz und Landau verteilen, ist die jüngste Universität in Rheinland-Pfalz.

Am Campus Koblenz external link sind die Fachbereiche Bildungswissenschaften, Philologie / Kulturwissenschaften, Mathematik / Naturwissenschaften und Computer Science angesiedelt, am Campus Landau external link die Fachbereiche Erziehungswissenschaften, Kultur- und Sozialwissenschaften, Natur- und Umweltwissenschaften sowie Psychologie. Das Präsidialamt der Universität hat seinen Sitz in der Landeshauptstadt Mainz.

Die Privatuniversität Otto Beisheim School of Management external link (WHU, 320 Studierende) und die Kirchliche Universität Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar external link (PTHV, 190 Studierende) haben beide ihren Sitz in Vallendar.

Die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer (DHV) external link mit  400 Studenten ist eine vom Bund und den Ländern gemeinsam getragene postuniversitäre Hochschule, die sich mit der öffentlichen Verwaltung von der kommunalen bis zur globalen Ebene sowie den Beziehungen zwischen öffentlichem und privatem Sektor beschäftigt und Führungskräfte für den Öffentlichen Sektor aus- und weiterbildet.

Sie versteht sich als das Kompetenzzentrum für Verwaltungswissenschaften in und für Deutschland.


Fachhochschulen

Neben den Universitäten gibt es in Rheinland-Pfalz 13 Fachhochschulen. Die größte ist die Fachhochschule (FH) Trier external link mit insgesamt mehr als 6 200 Studierenden. Sie verteilt sich auf drei Standorte in Trier, den Umwelt-Campus Birkenfeld external link sowie Idar-Oberstein external link.

Zunächst Abteilung der 1971 gegründeten Fachhochschule Rheinland-Pfalz, wurde die Fachhochschule Trier nach deren Auflösung 1996 eigenständig und übernahm die Außenstelle Idar-Oberstein external link, dazu trat der neue Umwelt-Campus Birkenfeld external link. Die Fachhochschule Trier ist in sieben Fachbereiche unterteilt, davon zwei am Umwelt-Campus Birkenfeld und einer in Idar-Oberstein.

1) Universitätsbibliothek, Uni Koblenz
Foto: © Uni Koblenz
2) Universität Trier, Gebäude C
Foto: 
© Uni Trier

1) Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer
Foto: © DHV
2) FH Kaiserslautern-Zweibrücken, Bibliothek Zweibrücken
Foto: © FH Kaiserslautern-Zweibrücken

Der Umwelt-Campus Birkenfeld external link wurde ab 1996 als Zweigstelle der FH Trier auf dem Gelände eines ehemaligen US-Militär-Lazaretts bei Hoppstädten-Weiersbach errichtet, hier sind 2 230 Studierende eingeschrieben. Am ebenfalls der FH Trier zugehörigen Standort Idar-Oberstein external link wird in der weltbekannten Edelsteinstadt der Studiengang Edelstein- und Schmuckdesign angeboten.

Die FH Kaiserslautern external link mit den drei Standorten Kaiserslautern, Zweibrücken und Pirmasens entstand 1996 im Zuge der Verselbstständigung der einzelnen Einheiten der Fachhochschule Rheinland-Pfalz.

An der FH studieren insgesamt 5 500 Studierende an den Fachbereichen Angewandte Ingenieurwissenschaften, Angewandte Logistik- und Polymerwissenschaften (Campus Pirmasens external link), Bauen und Gestalten, Betriebswirtschaft (Campus Zweibrücken external link) sowie Informatik und Mikrosystemtechnik.  

Die 1996 gegründete FH Koblenz external link (6 100 Studierende) verteilt sich auf die Standorte RheinMoselCampus external link in Koblenz mit den Fachbereichen Ingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Bauwesen und Sozialwesen (3 200 Studierende), RheinAhrCampus external link in Remagen mit dem Fachbereich Betriebs- und Sozialwirtschaft (2 500) und dem Westerwald-Campus external link in Höhr-Grenzhausen mit der Fachrichtung Werkstofftechnik, Glas und Keramik des Fachbereichs Ingenieurwesen und dem Institut für Künstlerische Keramik und Glas (400 Studierende).

Die FH Mainz external link wurde im Zuge der Auflösung der FH Rheinland-Pfalz 1996 neu gegründet. Mit rund 4 500 Studierenden bietet sie an vier Standorten in Mainz an den Fachbereichen Technik, Gestaltung und Wirtschaft 46 Studiengänge an.

Die FH Ludwigshafen external link mit rund 4 000 Studierenden ging aus der 1965 gegründeten staatlichen Höheren Wirtschaftsfachschule Ludwigshafen hervor, die von 1971 bis 1996 Teil der FH Rheinland-Pfalz war. Sie bietet 15 Studiengänge an den drei Fachbereichen Management und Controlling, Marketing und Personalmanagement sowie Internationale Dienstleistungen an.

Weitere Fachhochschulen sind die FH Worms external link mit 2 650 Studierenden, die FH Bingen external link mit 2 360, die Katholische Fachhochschule (KFH) Mainz external link mit rund 1 000 Studierenden, die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (FHöV) external link, die an den Standorten Hahn (1 000 Studierende) die Landespolizei weiterbildet und in Mayen Verwaltungskräfte (560 Studierende).

Die Fachhochschule für Finanzen (FHFin) in Edenkoben external link (400 Studierende) ist eine ebenfalls verwaltungsinterne Fachhochschule des Landes, die aber auch Fachkräfte für die Finanzverwaltung des Saarlandes ausbildet. In Hachenburg befindet sich die FH der Deutschen Bundesbank external link mit 300 Studierenden.

Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz
Foto: © FHOEV

Externe links 


Bundesministerium für Bildung und Forschung Hrsg.: Hochschulen external link

Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer external link

Directory of top European Universities and Colleges external link

Fachhochschule (FH) Bingen external link 

Fachhochschule (FH) der Deutschen Bundesbank external link 

Fachhochschule für Finanzen (FHFin) in Edenkoben external link

Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz (FHöV) external link

Fachhochschule (FH) Kaiserslautern external link 

Fachhochschule (FH) Koblenz external link

FH Koblenz, RheinMoselCampus external link

FH Koblenz, RheinAhrCampus external link 

FH Koblenz, Westerwald-Campus external link 

Fachhochschule (FH) Ludwigshafen external link

Fachhochschule (FH) Mainz external link

Fachhochschule (FH) Trier external link 

FH Trier, Außenstelle Idar-Oberstein external link

FH Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld external link

Fachhochschule (FH) Worms external link

Großregion: Hochschulwesen und Forschung in der Großregion external link pdf

Johannes-Gutenberg-Universität (JGU) Mainz external link

JGU, Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaften external link

JGU, Universitätsklinikum Mainz external link 

Katholische Fachhochschule (KFH) Mainz external link

Konsortium Wissenschaft trifft Schule external link

Otto Beisheim School of Management external link

Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar external link 

Quattropole-Hochschulkonferenz external link

Technische Universität (TU) Kaiserslautern external link

Universität der Großregion external link  

Universität Koblenz-Landau external link

Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz external link

Universität Koblenz-Landau, Campus Landau external link

Universität Trier external link