Lothringen

Lothringer Grenzgänger - 2

 

Isabelle Pigeron-Piroth, Malte Helfer (2019)  

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Volltext


Wichtigste grenzüberschreitende Pendlerströme zwischen Wohnung und Arbeitsplatz
Luxemburg-Stadt ist zweifellos ein bedeutendes Beschäftigungszentrum. Seine Anziehungskraft beschränkt sich nicht auf die französischen Gemeinden, die der Grenze am nächsten liegen. Sie geht weit über Thionville, die Hauptwohngemeinde der Grenzgänger (mit fast 4 000 Beschäftigten in Luxemburg-Stadt), die Nachbarstadt Yutz (mit 1 200 Grenzgängern nach Luxemburg-Stadt) oder Hettange-Grande (nördlich von Thionville, ebenfalls mit 1 200 Grenzgängern) hinaus.

Auch aus der Stadt Metz kommt ein starker Pendlerstrom nach Luxemburg (2 000 Personen im Jahr 2014), der zweitgrößte Strom nach Thionville-Luxemburg. Auch mehrere Gemeinden südlich von Thionville spielen eine wichtige Rolle im Grenzgängerwesen zur Hauptstadt des Großherzogtums: Fameck, Florange und Hayange haben jeweils zwischen 700 und 1 000 Pendler nach Luxemburg-Stadt. Diese Gemeinden mit 10 000 bis 15 000 Einwohnern liegen in der Nähe der Hauptverkehrsachsen nach Luxemburg (insbesondere der Autobahnen A30 und A31).

Karte: Lothringer Grenzgänger

 

Carte : Frontaliers lorrains

Isabelle Pigeron-Piroth, Malte Helfer, Université du Luxembourg

Esch-sur-Alzette ist das zweitgrößte Arbeitszentrum für Grenzgänger aus Frankreich, primär für Grenzgänger aus Thionville, aber auch aus den unmittelbar benachbarten Städten Audun-le-Tiche und Villerupt (370, 325 bzw. 265 Grenzgänger nach Esch-sur-Alzette). Weniger als 200 Personen aus Metz arbeiten in Esch, das ist ein Zehntel des Stroms aus Metz in die luxemburgische Hauptstadt. Dafür gibt es verschiedene Erklärungen: zum einen die Art der angebotenen Arbeitsplätze (in der Regel mehr industrielle und weniger qualifizierte in Esch), zum anderen die Erreichbarkeit (keine direkten Bahnverbindungen ...).

Es sei darauf hingewiesen, dass die jüngste Entwicklung der Cité des Sciences auf der ehemaligen Industriebrache von Esch-Belval (insbesondere die Errichtung des neuen Hauptcampus Belval der Universität Luxemburg) sich in den Daten für 2014 noch nicht bemerkbar macht. Sie wird sich wahrscheinlich in den kommenden Jahren mit einer Verlagerung eines Teils der Pendlerströme von Luxemburg-Stadt nach Esch und vermutlich auch einer Änderung des soziodemografischen Profils der Erwerbsbevölkerung in Esch-sur-Alzette zeigen.

Andere luxemburgische Gemeinden an der Peripherie von Luxemburg-Stadt, aber auch in der Nähe von Esch-sur-Alzette, erhalten Pendlerströme von 100 bis 150 Personen (Mamer, Strassen, Hesperange ...). Es gibt auch lokale Pendlerströme: Dudelange, Differdange, Pétange und Bascharage, die jeweils zwischen 150 und 200 Pendler aus sehr nahen französischen Gemeinden anziehen.

Grenzgängerströme >100 Personen aus lothringer Gemeinden 2014
Daten: INSEE (RP2014)
Lesebeispiel: Im Jahr 2014 pendeln 3 975 Menschen mit Wohnsitz in Thionville in die Stadt Luxemburg
(Große Version)

Attraktivität der Wohnregionen
Der nördliche Teil des Départements Meurthe et Moselle (um Longwy) hat mehrere Besonderheiten. Zum einen ist es die unmittelbare Grenznähe zu Luxemburg und Belgien, die gleich zwei potenzielle Arbeitsmärkte im Ausland eröffnet. Es gibt Pendlerströme nach Belgien, hauptsächlich in die benachbarte Stadt Aubange (200 Personen von Mont-Saint-Martin nach Aubange und 100 Personen aus Longwy nach Aubange).

Obwohl ebenfalls bedeutend, gibt es weniger grenzüberschreitende Pendlerströme nach Luxemburg als aus dem Département Moselle. Die demographischen Merkmale dieser Gebiete sind verschieden: Das Département Moselle (Metropolregion Sillon Lorrain) ist viel stärker urbanisiert und bevölkert. Die Frage der Erreichbarkeit, aber wahrscheinlich auch die der Attraktivität der Gebiete spiegelt sich in diesen Zahlen wider. Longwy und seine Umgebung tragen immer noch das Stigma der Deindustrialisierung und sind weniger attraktiv als die Umgebung von Thionville, obwohl die Bevölkerung von Longwy nach Jahren des Rückgangs in letzter Zeit wieder zunimmt.

Grenzpendlerströme nach Deutschland
Weiter östlich sind die Hauptziele der Grenzgänger in Deutschland Saarbrücken und Saarlouis. Die drei Hauptquellgemeinden der in Saarbrücken beschäftigten Lothringer sind Stiring-Wendel (820 Personen), Forbach (680) und Saargemünd (600). Saarlouis, das weiter von der Grenze entfernt liegt und weniger Arbeitsplätze bietet als Saarbrücken, ist besonders für die Einwohner von Creutzwald  attraktiv (300 Pendler).

Die Entwicklung der Grenzgängerströme seit 2009
An der deutschen Grenze gab es 2009 noch mehr Grenzgängerströme mit mehr als 100 Personen. Einige Gemeinden, die auf der Karte von 2009 erscheinen, finden sich nicht mehr auf der Karte von 2014, zum Beispiel L'Hôpital oder Bouzonville (Richtung Saarlouis). Darüber hinaus verschwinden auch die weitesten Pendlerströme nach Saarbrücken (insbesondere aus Puttelange-aux-Lacs und Homburg-Haut) 2014 von der Karte. Es kommt zu einer Konzentration auf die unmittelbare Grenznähe.

Auf der luxemburgischen Seite sind ganz andere Feststellungen zu machen. Die Zahl der lothringer Beschäftigten war 2009 geringer (Pfeilbreite): Aus Thionville pendelten im Jahr 2009 erst 3 300 Personen nach Luxemburg-Stadt gegenüber fast 4 000 fünf Jahre später.

Der Strom von Metz nach Luxemburg (1 910 Personen im Jahr 2009) scheint im Laufe des Zeitraums nur moderater zugenommen zu haben, was wahrscheinlich auf eine zunahmende Vielfalt an Zielorten in Luxemburg zurückzuführen ist, so dass sich der Strom nicht mehr auf die Hauptstadt beschränkt.

Die Abbildung zeigt uns auch den starken Anstieg der Zahlen von Hayange, Fameck oder Florange nach Luxemburg-Stadt. Umgekehrt kamen 2009 noch mehr Pendler aus Longwy in die Hauptstadt. Kann dies auf eine Inkompatibilität der Pendler aus Longwy mit dem Arbeitsplatzangebot in Luxemburg-Stadt hinweisen? Eine Verlagerung zu anderen Ziel- bzw. Quellorten?

Waren an der belgischen Grenze 2009 noch bei sieben Gemeinden rund um Longwy Grenzgängerströme mit mehr als 100 Personen nach Aubange zu verzeichnen, blieben 2014 nur noch Longwy und Mont-Saint-Martin übrig. Umgekehrt erschien Virton 2009 noch nicht bei den größeren grenzüberschreitenden Pendlerströmen, während dies 2014 der Fall ist.

Der Anteil der Grenzgänger in den lothringer Wohngemeinden vor 15 Jahren
Im Jahr 1999 war die Gesamtzahl der lothringer Grenzgänger niedriger (rund 68 600 gegenüber 97 400 im Jahr 2014 nach Angaben der INSEE-Zählung) und stellte so einen geringeren Anteil aller Arbeitnehmer der französischen Gemeinden dar.

Deutlich geringere Grenzgängeranteile in den lothringer Gemeinden im Jahr 1999
Die Zahl der Gemeinden, in denen mehr als die Hälfte ihrer Arbeitskräfte auf der anderen Seite der Grenze arbeiten, war 1999 noch deutlich geringer.

Die Entfernung zur Grenze hatte noch eine viel stärkere abschreckende Wirkung auf die Arbeitnehmer. Zwischen 15 und 25 km Entfernung von der luxemburgischen Grenze, überschritt kaum eine Gemeinde den Wert von 25% Grenzgängern unter ihren Arbeitnehmern.

Die Hauptgrenzgängerströme aus lothringer Gemeinden 2009 und 2014
Quelle: INSEE Volkszählung 2014, ergänzende Auswertung

Pendlerströme >100 lothringer Gemeinden 2009
Daten: INSEE (RP2014)

(Große Version)

Der Anteil der Grenzgänger ins Großherzogtum nimmt zu, nach Deutschland dagegen ist er rückläufig
Die Entwicklungen seit 1999 zeigen die Bedeutung des Grenzphänomens in den lothringischen Gemeinden nahe Luxemburg und Belgien. Es ist zu beachten, dass sich Veränderungen des relativen Anteils der Grenzgänger sowohl aus Änderungen der Grenzgängerzahlen der Gemeinden als auch aus der Entwicklung der Gesamtbeschäftigtenzahlen dieser Gemeinden ergeben können. Letztere werden sowohl durch natürliche Veränderungen der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter als auch durch Zu- und Wegzüge aus den Gemeinden beeinflusst.

Entwicklung der Grenzgängeranteile in den Gemeinden zwischen 1999 und 2014 (in Prozentpunkten). Daten: INSEE
Lesebeispiel: Zwischen 1999 und 2014 stieg der Anteil der Grenzgänger unter den Beschäftigten von Audun-le-Tiche um 1,9 Prozentpunkte

Die Karten der Entwicklung des Anteils der Grenzgänger zwischen 1999 und 2014 zeigen, dass innerhalb von 5 km um die luxemburgische und belgische Grenze der Anteil der Grenzgänger an der Erwerbsbevölkerung der Gemeinden gestiegen ist, teilweise um mehr als 10 Prozentpunkte (mit wenigen Ausnahmen für kleine Gemeinden oder für Ottange, das einen starken Anstieg der Zahl seiner ansässigen Arbeitnehmer verzeichnet hat. Es ist zu beachten, dass Grenzgänger zu den Beschäftigten der Gemeinden gezählt werden).

Das Grenzgängerwesen ist in der lokalen Wirtschaft verankert und gewinnt in diesen Gemeinden zunehmend an Bedeutung. Anders ist die Entwicklung im Osten des Départements Moselle nahe der deutschen Grenze, hier ist sie seit 1999 rückläufig.

Seit der ersten gezielten Rekrutierung lothringischer Arbeitskräfte für saarländische Industrieunternehmen in Dillingen, Saarlouis, Saarbrücken und Homburg Anfang der 1970er Jahre war die Zahl der lothringischen Grenzgänger im Saarland stetig gestiegen und erreichte 2001-2002 ihren Höchststand.

Die gedämpfte wirtschaftliche Entwicklung der saarländischen Industrie ab 1999 in Verbindung mit dem höheren Durchschnittsalter der aus Lothringen ins Saarland kommenden Grenzgänger führte mit leichter Verzögerung zu einem deutlichen Rückgang der Zahl der Grenzgänger ins Saarland ab 2002. Im Jahr 2017 arbeiteten 17 060 französische Grenzgänger im Saarland, fast ein Drittel weniger als noch 2001 (OIE 2019). 28,5% dieser Grenzgänger sind Deutsche, die sich entschieden haben, in Lothringen zu leben und in Deutschland zu arbeiten – sogenannte atypische Grenzgänger.

Grenzgänger stellen einen immer kleineren Teil der Bevölkerung, vor allem in den östlichsten Gemeinden um Bitche. Der Anteil der Grenzgänger an den Beschäftigten der Lothringer Gemeinden sank im Zeitraum 1999-2006 stärker als nach 2006. Kommt es vielleicht zu einer Stabilisierung der Entwicklung?

In Rheinland-Pfalz (vor allem in Zweibrücken), arbeiten Grenzgänger aus Lothringen und dem Elsass. Wie im Saarland begann die Entwicklung der grenzüberschreitenden Arbeit Anfang der 1970er Jahre und erreichte 2001 ihren Höhepunkt. Die Zahl der in Rheinland-Pfalz arbeitenden Grenzgänger aus Frankreich (4 307 im Jahr 2017, davon fast ein Drittel aus Lothringen und zwei Drittel aus dem Elsass) entspricht jedoch nur einem Viertel der Grenzgängerzahl ins Saarland. Die Hauptarbeitsorte der lothringer Beschäftigten in Rheinland-Pfalz sind Zweibrücken, Pirmasens und der Kreis Südwestpfalz.

An den luxemburgischen Grenzen zeigt der jüngste Zeitraum (2006-2014) einen Anstieg des Anteils der Grenzgänger um 2 bis fast 10 Prozentpunkte auf der gesamten Achse Luxemburg-Thionville-Metz, die sich bis zu einigen Dörfern südlich von Metz erstreckt.

So zählt die Stadt Metz beispielsweise bei einem Anteil von 3,1% Grenzgängern an allen Beschäftigten im Jahr 1999 fünfzehn Jahre später 7,1%, also 4 Prozentpunkte mehr. Die Zahl der Grenzgänger hat sich im Laufe des Zeitraums verdoppelt. Da die Zahl der Erwerbstätigen gleichzeitig zurückgegangen ist (vor allem zwischen 2009 und 2014, insbesondere aufgrund des Rückgangs der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter), hat sich der Anteil der Grenzgänger erhöht. Auch die Umgebung und der Süden von Longwy sehen einen deutlichen Anstieg des Anteils der Grenzgänger, ebenso wie der Südosten von Thionville sowie die kleinen Gemeinden, die direkt an der Grenze liegen (um Zoufftgen).

Entwicklung der Zahl der Grenzgänger aus Lothringen ins Saarland 1992-2017
Hinweis: Die Berechnungsmethode hat sich zwischen 1998 und 1999 geändert.
Quellen: IBA/OIE 2016, S. 49; IBA/OIE 2019, S. 46

Zahlreiche unterschiedliche Auswirkungen auf die am stärksten betroffenen Gemeinden
Die Auswirkungen auf Gemeinden mit einem hohen Anteil an Grenzgängern sind vielfältig. Zunächst ermöglicht die Grenznähe den Bewohnern dieser Gemeinden, die im Ausland verfügbaren Arbeitsplätze zu nutzen. So kann Grenzarbeit eine Reaktion auf den Mangel an lokalen Arbeitsplätzen darstellen (Pigeron-Piroth et al, 2018).

Die Bevölkerung einiger Gemeinden entwickelt sich aufgrund ihrer Nähe zu Luxemburg wieder positiv. Die kleinsten Gemeinden allerdings können sich auch zu reinen Schlafgemeinden entwickeln, die von ihren Bewohnern während des Arbeitstages verlassen werden (was aufgrund der Länge der Pendlerstrecken einen langen Tageszeitraum betreffen kann). Daher können Anpassungen an die spezifischen Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppen erforderlich sein (z.B. Verlängerung der Kinderbetreuungszeiten), aber auch Investitionen (Schulen, Infrastruktur usw.), was für sehr kleine Gemeinden, die ein starkes Bevölkerungswachstum erleben, manchmal kostspielig sein kann.

Die Vorteile sind positiv für die lokale Wirtschaft aufgrund der höheren Kaufkraft der Grenzgänger (angesichts der höheren Löhne in Luxemburg). Über die kommunalen demografischen Auswirkungen hinaus kommt es in Grenznähe beispielsweise zur Entstehung neuer, auf Dienstleistungen und Freizeit ausgerichteter Wirtschaftsaktivitäten, was zu einer gewissen Erneuerung führt und mit der industriellen Vergangenheit einiger Gemeinden (wie Longwy) bricht (Belkacem und Pigeron-Piroth, 2019).

Die Herausforderungen, die mit der Zunahme des Grenzgängeranteils in den Gemeinden verbunden sind, sind vielfältig. Im Umweltbereich kommt die Frage nach der Überlastung der Hauptverkehrsachsen und allen damit verbundenen Problemen (Verschmutzung, Lärm, Staus, Stress....) auf. Für Gemeinden mit starkem Bevölkerungswachstum kann es auch zu sozialen Herausforderungen kommen, um den Zusammenhalt zwischen alten und neuen Bewohnern mit teilweise sehr unterschiedlichen Sozialprofilen zu gewährleisten.

 

Methodische Hinweise 


Es werden die Daten der französischen Volkszählung (INSEE 2014) verwendet. Sie gibt Auskunft darüber, wie viele Einwohner einer Gemeinde ihren Arbeitsplatz im Ausland haben (unabhängig vom Arbeitsland). Die Volkszählung ist eine deklaratorische Quelle (die Personen geben an, dass sie im Ausland arbeiten), was zu Unterschieden zu anderen Quellen (z. B. administrativen Daten) führen kann. Der Anteil der Grenzgänger entspricht deren prozentualen Anteil an den erwerbstätigen Einwohnern der Gemeinden. Die Entwicklungskarten zeigen die Veränderung des Anteils der Grenzgänger an den Beschäftigten der Gemeinden in Prozentpunkten (Beispiel: Eine Gemeinde mit 20% Grenzgängern im Jahr 1999 und 45% im Jahr 2014 weist eine Veränderung um +25 Punkte auf).

Im betrachteten Zeitraum kam es zu mehreren Gemeindefusionen bzw. -aufteilungen:
2004 : Récicourt = Brabant-en-Argonne + Brocourt-en-Argonne + Récicourt (Wiederherstellung nach ihrer Fusion von 1973)
2013 : Le Magny + Fontenoy-le-Château = Fontenoy-le-Château
2015 : Loisey-Culey = Culey + Loisey (Wiederherstellung nach ihrer Fusion von 1973)
2016 : Ancy-sur-Moselle + Dornot = Ancy-Dornot
2016 : Aumontzey + Granges-sur-Vologne = Granges-Aumontzey
2016 : Colroy-la-Grande + Provenchères-sur-Fave = Provenchères-et-Colroy
2016 : Girmont + Oncourt + Thaon-les-Vosges = Capavenir Vosges.

Schließlich gibt es einige Gemeinden, die im 2. Weltkrieg zerstört wurden und keine Einwohner mehr haben: Beaumont-en-Verdunois, Bezonvaux, Cumières-le-Mort-Homme, Fleury-devant-Douaumont, Haumont-près-Samogneux und Louvemont-Côte-du-Poivre. 

Für die Berechnung der Entwicklungen wurden die fehlenden Werte der fusionierten oder aufgeteilten Gemeinden durch Interpolation berechnet: (Beispiel: wenn eine Gemeinde A im Jahr vor ihrer Fusion 24 Grenzgänger bei einer Erwerbsbevölkerung von 200 (= 12,0%) und eine Gemeinde B vorher 8 Grenzgänger bei einer Erwerbsbevölkerung von 120 (= 6,67%) hat, wird die neue Gemeinde C für das Jahr vor der Fusion mit 24 + 8 = 32 Grenzgängern bei einer Erwerbsbevölkerung von 200 + 120 = 320 und einem Anteil von Grenzgängern von 32 / 320 = 10,0% neu berechnet.

 

Quellen


Diese Studie wurde im Rahmen des Projekts INTERREG VA Grande Région UniGR-Center for Border Studies durchgeführt. Sie ist Teil einer thematischen Broschüre (Ausgabe 2), die sich mit Grenzgängern in Luxemburg und der Schweiz beschäftigt: Beschäftigung, Alltag, Wahrnehmungen, die etwa fünfzehn Artikel zu diesem Thema enthält. All dies ist auf der Website des UNIGR-Zentrums für Grenzforschung verfügbar: UNI-GR Border studies - Forschung external link

Belkacem, R. and Pigeron-Piroth., I. (2019): 'The economic impact of cross-border work on the municipalities of residence: an example at the French-Luxembourgish border', in Nienaber, B., Wille, C. (Eds), Border Experiences in Europe Life, Work, Communication and Knowledge, NOMOS, (In Druck)

IBA/OIE (2016): 10. Bericht der IBA/OIE, Grenzgängermobilität

IBA/OIE (2019): 11. Bericht der IBA/OIE, Grenzgängermobilität

Pigeron-Piroth, I., Le Texier, M., Belkacem, R., Caruso, G. (2018): 'Déterminants individuels et territoriaux des navettes internes ou transfrontalières des actifs résidant en France', Espace, Populations, Sociétés, 2017(3), S. 1-30

Wille, C. (2010): Grenzgänger in der Großregion SaarLorLux (1998-2008). In: Pauly, M., Caruso, G. & M. Helfer (Hrsg.): GR-Atlas - Atlas für die Großregion SarLorLux, Luxemburg

Wille, C. (2011) : Atypische Grenzgänger in der Großregion SaarLorLux. In: Pauly, M., Caruso, G. & M. Helfer (Hrsg.): GR-Atlas - Atlas für die Großregion SarLorLux, Luxemburg

Externe Links 


Interregionale Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA/OIE) external link

IBA/OIE (2016) : 10. Bericht der IBA/OIE, Grenzgängermobilität external link pdf

IBA/OIE (2019) : 11. Bericht der IBA/OIE, Grenzgängermobilität external link pdf

UNI-GR Border studies - Forschung external link